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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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180
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Die Rose blüht!

Die Rose blüht, schloß gleich ein rauher Wind,Als sie der goldnen Imme sich erschlossen,

Der Liebe arglos offnen Kelch geschwind,

Hat doch der Haß nicht Gift hineingegossen.

Sie schloß gleich einem bangen zarten KindDie Augen, bis die Zornfluth abgeflossen,Vielleicht schloß sie in brünstigem VerlangenSich nur so schnell die Biene einzufangen.

Die Rose blüht, die Biene ist entfloh»,

Auf's Neue muß sie mit den FrühlingsglockenDes Zornes Stachel für den goldnen SohnIn ihres Duftes keuschen Busen locken,

Ihr süßer Thau ehrt, er wird ihm zum Lohn.

O seh, mein Bienlein, sei nicht so erschrocken,Zum Garten sieht mein Fenster, dorten wohn ich.Komm, liebe Imme, sammle Wachs und Honig!