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2 (1852) Weltliche Gedichte
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O Ziel so nah, o Ziel so fern,

Ich hole dich noch ein,

Die Frommen führt der MorgensternJa auch zur Liebe ein!

Geweihtes Kind, so nenn ich dich,

Du blühest mir mein Loos,

Süß Blümlcin, ach, erkenne mich,

Und fall in meinen Schoos!

In Frühlingsauen sah mein TraumDich Glcckenblümlein stehn,

Vom blauen Kelch, zum goldnen SaumHab ich zu viel gesehn.

Du blauer Liebeskelch, in dichSank all mein Frühling hin,

Umdüfte mich, vergifte mich,

Weil ich dein eigen bin.

Und schließest du den Kelch mir zuWie Blumen Abends thun,

So lasse mich die letzte Ruh'

Zu deinen Füßen ruhn.

So sang zu einem schönen KindEin Schiffer auf dem Rhein,

Da trieb ihn schnell der WispelwindIns Bingerloch hinein!