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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
119
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IIS

Zieh höher und dicht mir die Laube,Zieh mir ein gitternes Haus,

Daß keiner das Vögelchen raube,

Daß es nicht fliege heraus."

Da klinget so herzlich und süßeIm Garten ein inniges Lied,

Die Bäume, sie senden ihr Grüße,Die Blume lauschend ihr blüht.

Da seh ich mein Liebchen so weinen,Sie sieht zu mir heimlich herauf.

Die Sonne will nicht mehr scheinen,Die Blumen, sie gehen nicht auf.

So hast du dann es verlassen,

Das schimmernde Götterhaus,

Deiner Locken Gold wird blassen,Deiner Augen Licht gehet aus.

O Liebchen, o sei nicht so munter,Du hast vergeudet dein Loos;

Dein Sternlein, es gehet ja unterTief in des Meeres Schooß.

An's Meer will ich und stehenStill in dem Abendschein,

Da muß in den Wellen ich sehenVersinken dein Stcrnelein.