117
Es stehet im Abendglaiye.
Es stehet im AbendglanzeEin hochgewcihtes Haus,
Da sehen mit schimmernden AugenViel Knaben und Jungfrau'n heraus.
Sie wechseln mit Weinen und Lachen,
Sie wechseln mit Dunkel und Hell,
Mit schimmernden Augen und WangenSie wechseln ihr Röcklein gar schnell! —
Dort Hab ich mein Liebchen gesehen,
Ein freundliches, zierliches Kind;
Sie konnte wohl schweben und drehenWie fallende Blüthen im Wind.
Und die in dem Hause dort wohnenSind heilig und wissen es nicht,
Sie spielen mit Kränzen und KronenAlltäglich ein neues Gedicht.