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2 (1852) Weltliche Gedichte
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In einem NonnenklosterDa singen Stimmen fein,

Und aus dem KirchenfensterBricht her der Kerzenschein.

Da singt Feinslieb gar HelleDie Metten in dem Kahn,

Und sieht dabei mit ThränenDen Fischerknaben an.

Da singt der Knab' gar traurigDie Metten in dem Kahn,

Und sieht dazu FeinsliebchenMit stummen Blicken an.

Und roth und immer rötherWird nun die tiefe Flut,

Und bleich und immer bleicherFeinsliebchen werden thut.

Der Mond ist schon zerronnen,Kein Sternlein mehr zu sehn,Und auch dem lieben MägdleinDie Augen schon vergehn.

Lieb Mägdlein, guten Morgen!Lieb Mägdlein, gute Nacht!Warum willst du nun schlafen,Da schon der Tag erwacht?"