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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
99
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NS

Auf dem Rhein.

Ein Fischer saß im Kahne,

Ihm war das Herz so schwer,

Sein Lieb war ihm gestorben,

Das glaubt er nimmermehr.

Und bis die Sternlein blinken,

Und bis zum Mondenschein,

Harrt er, sein Lieb zu fahrenWohl auf dem tiefen Rhein.

Da kommt sie bleich geschlichen,

Und schwebet in den Kahn,

Und schwanket in den Knien,

Hat nur ein Hemdlein an.

Sie schimmern auf den Wellen,Hinab in tiefer Ruh',

Da zittert sie und wanket:Feinsliebchen frierest du?

Dein Hemdlein spielt im Winde,Das Schifflein treibt so schnell,

Hüll dich in meinen Mantel,

Die Nacht ist kühl und hell."

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