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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
91
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Um die Harfe find Kränze geschlungen!

Um die Harfe sind Kränze geschlungen,

Schwebte Lieb' in der Saiten Klang:

Oft wohl Hab ich mir einsam gesungen,

Und wenn einsam und still ich sang,

Rauschten die Saiten im tönenden Spiel,

Bis aus dem Kranze, vom Klange durchschüttert,Und von der Klage der Liebe durchzittert, 'Sinkend die Blume herniederfiel.

Weinend sah ich zur Erde dann nieder,

Liegt die Blüthe so still'und todt;

Seh die Kränz' an der Harfe nun wieder,Auch verschwunden des Lebens Roth,

Winken mir traurig wie schattiges Grab,

Wehen so kalt in den tönenden Saiten,

Wehen so bang und so traurig: Es gleitenBrennende Thränen die Wang' herab.