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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Vom Königstuhl zum heil'gen Berges RückenSah ich gesprengt eine goldne Brücken,

Sah ich gewölbt des Friedens Regenbogen,Und sah ihn wieder in Flusses Wogen.

Da war er doch nicht also klar,

Der wilde Fluß zerriß ihn gar,

Gab mir so recht ein Beispiel breitVon Gottes Fried', und Menschenstreit.

Und wie ich denk' und seh' in Fluß,

Da fällt ein schwerer Kanonenschuß,

Frau Echo murrt im Thal noch lang,

Da hebt sich aber ein froher Klang,

In allen Thürmen die Glocken schwanken,Beginnen ein hell harmonisch Zanken,

Da war mein Herz mir ganz bewegt,

All Bangigkeit ich von mir legt,

Den Sinn in freud'gcn Ernst gestelltWar mir's beinah als einem Held,

That auch den Säbel um mich schnallen,

Ein' Epheukranz vom Hut ließ wallen,

Und grüßte froh die Werth e Stadt,

Die mein Ahnherr *) besungen hat,

Mir war, als wär das Läuten und SchießenFür mich ein freudiges Begrüßen,

*) Martin Opitz von Boberfeld, ein Schlesier, warb 1619 den17. Juli in Heidelberg immatrikulirt. Er und seine Muse^ , liebten die Stadt. Davon künftig.