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1 (1830) A bis Bl
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917
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Blankenburg Blässe 917

beschäftigte sich mit dem Componiren. Ihm wurde aufgetragen,Die falsche Dame",eine von Della Maria unvollendet gelassene Oper, zu beendigen, und bald darauftrat er mitZelie und Terville",Naphthali" und andern Opern auf. Sowoldiese als andre Compositionen von ihm wurden mit Beifall aufgenommen. SeineConcerte, in denen er seinen Gesang mit Geschmack und Ausdruck selbst begleitete,waren der Sammelplatz aller Kenner und Liebhaber der Musik. 1805 nach Mün-chen berufen, führte er daselbst eine Oper auf, in deren Folge ihn der König vonBaiern zu seinem Capellmeister ernannte. 1806 machte ihn die Prinzessin Bor-ghese zu ihrem Musik - und Concertmeister, und 1809 berief ihn nach Reichardt'sAbgang der König von Westfalen mit denselben Titeln nach Kassel. Nach der Ver-treibung des westfälischen Hofs lebte er in Astünchen, ließ dort seinenTrajan inDacien" aufführen, ging aber nach einiger Zeit nach Paris, wo er noch lebt. Außervielen komischen und heroischen Opern besitzen wir von ihm eine Sammlung artigerRomanzen, Notturnos, ital. Arien und besonders lieblicher Duette. Man nenntihn in Italien den Anakreon der Musik.

Blankenburg (Christian Friedrich v.), geb. 1744 bei Kolberg, war einVerwandter des als Held und Dichter berühmten Kleist, widmete sich dem Kriegs-dienste und ward im 17. Z. aus der k. Militairschule zu Berlin als Cornet zuFriedrichs Heere geschickt, bei dem er 21 I. lang diente und als Adjutant desKrokow'schen Dragonerregiments im siebenjähr. Kriege verschiedenen Schlachtenbeiwohnte. Wegen seiner zerrütteten Gesundheit nahm er 1777 seinen Abschied.Man gab ihm den Hauptmannscharakter. Seitdem lebte B. in Leipzig, wo er mitWeiße und Zollikofer in der engsten Verbindung stand. Er starb 1796. Von s.Schriften sind die vorzüglichsten sein in den Ansichten freilich veralteterVersuch über den Roman", und die Zusätze zu Sulzer'sTheorie der schönenKünste" (Lpz. 1796 98, 3 Bde.).

Blasinstrumente, s. Instrumente, Instrumentalmusik.

Blason, Blasoniren, s. Heraldik.

Blasse, die weißliche Farbe der Haut, welche vorzüglich im Gesichte be-merkt wird und entweder daher rührt, daß sich eine zu geringe Menge Blut in denCapillargefäßen der Haut befindet, oder daher, daß das Blut selbst zu blaß, d. h.arm an rothfärbenden Bestandtheilen, reicher aber an wässerigen ist. Die blasseFarbe (mit mancherlei Nuancirungen) ist bei manchen Individuen die natürliche;aber diese sind meistens schwächlich, lymphatischer Constitution, phlegmatischenTemperaments. Auch Diejenigen, welche dem Lichte und der freien Luft langeentzogen werden und sich in geschlossenen, dunkeln, feuchten Orten befinden, wer-den, ohne krank zu sein, sehr blaß, weil der Luft- und Lichtreiz der Haut fehlt, dieThätigkeit der Capillargefaße nicht anfacht, vielleicht auch, weil die freie, sauerstoff-reiche Luft selbst in der Haut und durch dieselbe auf das hier befindliche Blut wirkt.Am häufigsten bemerkt man die blasse Farbe in und von Krankheiten, und vorzüg-lich unter folgenden Umständen: 1) wenn verhältnißmäßig wenig Blut vorhandenist, z. B. in der Reconvalescenz der mehresten bedeutenden Krankheiten, vorzüglichnach heftigen Blutungen; 2) wenn das Blut arm an färbenden Bestandtheilen ist,z. B. in der Bleichsucht, Scorbut; 3) wenn es reicher an wässerigen und ähnlichenBestandtheilen ist, z. B. in der Wassersucht, und endlich 4) wenn das Blut nichtgehörig vertheilt und namentlich nicht in der gehörigen Menge nach der Haut ge-trieben wird, z. B. in Ohnmachten, manchen Schlagflüssen, vielen Krankheitendes Herzens und überall da, wo eine Congestion nach innern Organen stattfindet.Todtenblaß wird die Haut bei gänzlichem Stillstände der Circulation. Außerdemaber wird die blasse Farbe auch bisweilen von Umstanden erzeugt, welche auf dieHaut selbst wirken. Dahin gehört vorzüglich die Kälte, besonders wenn sie mitNässe gepaart ist. Manche Gemüthsbewegungen, z. B. Schreck, Furcht», s.w.,