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1 (1830) A bis Bl
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Black Blackstone

dieser aus bekannten Formen willkürlich zusammenwählt und durch unüberlegteWahl die Regeln der Kunst entstellt; der bizarre Geschmack verschmäht diese Re-geln und sucht durch einen Gebrauch außerordentlicher Formen alle Regeln umzu-stoßen. Der eigensinnige Geschmack, der sich, im Ganzen genommen, nur aufbloße Einzelheiten bezieht, gleicht einem Kinderspiele, das jedoch oft von gefährlichenFolgen sein kann; der bizarre Geschmack hingegen gebiert ein System, welches dievon der Natur vorgeschriebenen Formen zerstört und die Grundformen der Kunstangreift. Der bizarre Geschmack findet sich weder in der Antike noch bei den gro-ßen Meistern der Neuern; der eigensinnige Geschmack hat sich bisweilen ohne denbizarren, dieser hingegen sich nie ohne den eigensinnigen gezeigt. Gemeiniglichentsteht der bizarre Geschmack aus Überdruß des Bessern, öfters jedoch, sowol beiNationen wie bei Einzelnen, aus dem Überflüsse selbst. Eine andre Ursache derBizarrerie in der Kunst ist eine unmäßige Neuheitssucht, welche ein auszeichnenderEharakter der neuern Zeit ist". Überall, wo sich Bizarrerie zeigte, war sie einZeichen des sinkenden Geschmacks.

Black (Joseph), Chemiker, geb. 1728 zu Bordeaux von schottischen Ältern,studirte zu Glasgow Medicin. Dr. Eullen, sein Lehrer, flößte ihm Neigung für diechemischen Studien ein- 1754 ward er zu Edinburg Dr. der Medicin und sprachve kumore sviäo o vibi8 orto st msFneiiL alba". Dann machte er im 2. Bde.derPhilosophischen und literarischen Schriften der edinburger Gesellschaft" 1756seine Erfahrungen über die weiße Magnesia, den gelöschten Kalk und einige andrealkalische Substanzen bekannt. Er zeigt darin das Dasein einer luftsörmigen Flüs-sigkeit, welche er fixe Luft nennt, deren Gegenwart die Ätzkraft der Alkalien undKalkerden mildert; man kann diese Entdeckung als die Mutter aller derjenigenbetrachten, welche die Namen Eavendish, Priestley, Lavoisier u. s. w. unsterblichgemacht und der Chemie eine neue Gestalt gegeben haben. 1757 bereicherte B.die Wissenschaft mit seiner Lehre von der verborgenen (latenten oder sixirten)Wärme, welche so wichtige Ergebnisse hervorgebracht hat. Er ward 1756, an desDr. Culten Stelle, zum Pros. der Medicin auf der Universität Glasgow ernannt.Als 1765 Culten den Lchrstuhl in Edinburg ebenfalls verließ? ersetzte B. ihn auchhier. Nie wußte ein Lehrer seinen Zuhörern gleichen Eifer einzuflößen; auch trugsein Unterricht viel bei, den Geschmack für die Chemie in Großbritannien allgemeinzu machen. Er starb 1799, in einem Alter von 71 I. Auf Lavoisier's Antraghatte die Akademie der Wissenschaften zu Paris ihn zu einem der 8 auswärtigenMitglieder ernannt. Seine Sitten waren einfach, sein Charakter kalt und zurück-haltend. Als Mediciner hatte er einen geringen Ruf, als Chemiker schadete er sichdurch seine lange Widersetzlichkeit gegen die Einführung der neuen chemischen Theo-rien , wiewol er zuletzt ihnen Gerechtigkeit widerfahren ließ. Zwei Abhandlungenvon ihm befinden sich in denkkilosopdioal transaetions" von 1774 und 1791.Zwei seiner Briefe über chemische Gegenstände haben Crell und Lavoisier, und seinechemischen Vorlesungen hat 1803 Robison in 2Bdn. herausgegeben.

Blackfisch, s. Sepia.

Blackstone (William), Rechtsgelehrter, geb. zu London d. 10. Juli 1723,Sohn eines Seidenwebers, zeichnete sich in Oxford, wo er 1738 studirte, durch Fleißund Talente aus. Er zeigte selbst Geschmack und Anlage für Poesie und schöneKünste. Frühzeitig jedoch entsagte er ihnen, um sich ganz den Rechtswissenschaftenzu widmen, wodurch man sich in England die glänzendste Laufbahn eröffnen kann.Er schrieb damals denAbschied eines Rechtsgelehrten an die Musen", ein kleinesgeschmackvolles Gedicht. 1746 erschien er zuerst vor den Schranken; allein da ihmdas Talent der mündlichen Beredtsamkeit fehlte, gelang es ihm nicht, sich einenbedeutenden Ruf zu erwerben. Dies bewog ihn, in Oxford eine Stelle bei der Uni-versität anzunehmen. Er war der Erste, welcher hier seit 1753 über die Verfassung