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1 (1830) A bis Bl
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Bajazet I. Bajus

seiner Vertheidigung des jungen M. Eölius für nöthig hätt, sich selbst zu rechtfer-tigen, daß er einen Menschen in Schutz nehme, der Bajä gesehen hat". Vielleichthaben die Dämpfe seiner heißen Quellen zum Theil die Ungesundheit verursacht,von der man in Eicero's Briefen schon zweideutige Anklagen findet, die jetzt aber beider Unbewohntheit der Gegend, bei der Versumpfung der Wasserabzügc, in denenFlachs geröstet wird, bedeutend zugenommen hat. Doch unvertilgbar ist der Reizseiner Lage am Golf, auf dem einzelne Fischerbarken an die Flotten erinnern, dieeinst, aus dem jütischen und misenischen See auslaufend, hier vorüberzogen, imAngesichts von Puzzuoli, den Inseln und dem hochgelegenen Castelle, einem Werkedes Vicekönigs Peter von Toledo. 19.

Bajazetl., türkischer Kaiser, folgte 1389 seinem Vater Amurath 1., derin der Schlacht bei Kassova gegen die Serbier geblieben war. Er ließ seinen älternBruder Jakob, der ihm den Thron streitig machte, erdrosseln: eine Barbarei, dienachher am türkischen Hofe fast zur Gewohnheit geworden ist. Er machte großeund schnelle Eroberungen; daher sein Beiname: der'Blitz. In 3 Jahren ero-berte er die Bulgarei, einen Theil von Serbien, Macedonien, Thessalien, und un-terwarf sich die Staaten in Kleinasien. Er schloß selbst Konstantinopel 10 Jahrehindurch ein und glaubte es durch Hunger zu bezwingen. Um Konstantinopel zuretten, brachte König Sigismund von Ungarn (nachmaliger deutscher Kaiser) eingroßes Heer zusammen, bei welchem sich auch franz. Truppen unter Anführung desHerzogs v. Nivcy, mit 2000 Edelleuten befanden, und griff die an der Donaugelegene Stadt Nikopolis in der Bulgarei an. Allein B. eilte herbei und errangüber die verbundenen Ungarn, Polen und Franzosen d. 28. Sept. 1395 einen ent-scheidenden Sieg. Sigismund entging verkleidet durch eine schleunige Flucht derGefangenschaft. Die Franzosen, durch deren ungestüme Hitze die Schlacht verlorenging, wurden größtentheils gefangen, und B. ließ sie fast alle hinrichten. Erwürde nun wahrscheinlich das griechische Kaiserthum ganz gestürzt haben, wennnicht Timur (Tamerlan, s. d.) f Besitzungen in Natolien (1400) angegriffenhätte; B. zog ihm entgegen und erlitt am 16. Juni 1402 bei Ancyra in Ga-latien eine gänzliche Niederlage. Er selbst siel in die Gewalt seines Besiegers, derihn jedoch mit Großmuth behandelte; denn die Erzählung, daß er von Timur ineinem Käsig herumgeführt worden, ist ohne historischen Beweis. B. starb 1403,in Timur's Lager in Karamanien; sein Nachfolger war Soliman I.

Bajazzo, von dem italienischen Las.-», ein Spaß, und Lasaveia, ein ein-fältiger Spaß, ist der bei Seiltänzern, Kunstreitern und ähnlichen herumziehendenGesellschaften gewöhnliche Spaßmacher.

Bajonnet, s. Bayonnet.

Bajus oder de Bay (Michael), geb. 1513 zu Melin im Hennegau, zuLöwen gebildet und seit 1551 Pros. der Theologie auf dieser Universität, 1563 und1564 Mitglied der Kirchenversammlung zu Trient, gehörte zu den größten Theo-logen der katholischen Kirche im 16. Jahrh. Er gründete die systematische Theolo-gie, mit Beseitigung der scholastischen Methode, unmittelbar auf die Bibel unddie Kirchenvater. Die Schriften des h. Augustinus hatte er neun Mal gelesen, undbewegte sich daher ganz in dem Jdeenkrcise dieses Kirchenvaters, dessen Lehren vonder gänzlichen Unfähigkeit des menschlichen Willens zum Guten und von der Un-vcrdienstlichkeit guter Werke er gegen die gefälligere Moral der Jesuiten zuerst gel-tend machte. Die Behauptung, daß der Wille des Menschen, so lange er sichselbst überlassen wäre, nur sündigen könne, daß auch die Mutter Jesu nicht freivon Erb-und wirklicher Sünde gewesen, daß jede Handlung, die nicht aus reinerLiebe zu Gott komme, Sünde, und kein Werk der Buße zur Rechtfertigung desSünders wirksam, sondern Alles allein der Gnade Gottes in Christo zu verdankensei, und andre Sähe zogen ihm Verketzcrungen von Seiten der alten Statisten und