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1 (1830) A bis Bl
Entstehung
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Abweisung 3(bjugSgelb 47

otbnung gewohnten SRenfdjen wirb bem Arjte »iel (dexter, als in umgef ehrtenSßerhdltniffen.

Abweichung, 1) eine« ©efiirn«: ber jwifdjen bem ©cfittn unb bemÄquator enthaltene Sogen be« SßctibianS, welcher teuere hier Abweichung«frei«heißt; 2) »egen ber »erfchiebenen S3red)barfeit ber Sichtjirahlen, f. Sicht;3) bec Sßagnetnabel (f. b.).

Abroefenb (jur.) ifi nicht blofj berforperlid) Entfernte, fonbern and) berju hanbeln Unfähige (©efangene, ©eijieSfcanfe); in einigen Sejiehungen 25er,welcher ft'ch nicht in bemfelben SbergerichtSbejirfe beft'nbet. Sem Abwefenben fotn=men fchon bie romifchen ©efe(se ju $ülfe; fte geflattert ihm gegen Stachtheile,welche ihn betroffen hoben (befonberä gegen »eefdumte griffen), bie 2Bieberein=fe|ung in ben »origen ©tanb (restitutio in integrum) , jumal Wenn bie Urfad)eber Abwefenheit eine pflidjtmdfige ober wenigjten« nicht pflid)twibrige war. 3Berftch au« eignem Sßillen unb au« einem unrühmlichen ©runbe entfernt, h nt aufbtefe SSegünftigung ber ©efefje gar feinen Anfprud); ^Derjenige, welcher »omStaate jur Abwefenheit »egen unerlaubter $anblungen genötigt iff (wie bei ber2anbe«»etweifung), nur bann, wenn feine Entfernung ihn jugleibß an ber 83e»jtellung eine« S5e»oUmdchtigten hinberte. teuere ©efefce haben hierüber 9ftand;e«anber« bejiimmt. — iß e r f ch o 11 e n ftnb biejenigen Abwefenben, »on beren Auf-enthalt, Seben ober SEob man feine Nachricht hat. Sh ne n worben »on ben ©e=richten Verwalter be« ißermogen« bejielit; übrigen« aber muß Setjenige, welcherauf ihr fortbauembe« Seben ober auf ihren Stob einen Anfprud) grünben will, feineSSehauptung erweifen. Stad; bet biblifchen ©teile: „Unfer Seben wdhrt70 Saht",hat man angenommen, baß ein folcfjer ißetfchollener bie« Atter im Steifet erreiche,aber nicht überfchreite, unb fobalb biefer Seitpunft eingetreten iff, eine öffentlicheAuffoberung be« Abwefenben ober feiner Erben, unb wenn ftd; 9fiemanb melbet,eine SEobeSetfldrung eingefül)rt. iOb aber babei bie Erbfolge nad) bem Seitpunftbec 3!obe«etfldrung (ex nunc) ober bem Seitpunft be« SSerfchwinben« (ex tune)ju orbnen fei, war eine ffreitige 9fed)t«ftage. Seht entfeheibet man meift für ba«Erfte. Auch hier haben »iele neuere fianbeSgefefse genauere SSeftimmungen fowolber Zeiträume al« anbrer hier eintretenben ißerhaltniffe aufgejfellt. ©. „9)reuß.Sanbr.», Styl. II., Sit 18, §. 821; „Sffr. ©efe&b.", A. 277. 37.

Abpfftnien, f. Afrif a unb ^abefd).

Ahjehrung, f. Atrophie.

Abjug«gelb (jur.), and) Abfahrt, Abfdjoß, Stacpfteuer (gabella emi-grationis, detractus, census hereditarius, detraction) , eine »on ben dltejtenSeiten her au« bem ©emeinbe»erbanbe abffammenbe Abgabe »on bem ißermdgen,welche« au«wanbembe SÖlitglieber ober au«wdrtige Erben au« bem ©emeinbe = unb@ericht«bejirf hinau«jogen. Urfprünglich auf biefe fleinern S5ejirfe befchrdnft,jumal in ben ©tdbten, behnte e« fid) auch «tit ber Seit auf bie Sdnber au« unbwürbe hietburd) ein 9fed)t ber 2anbe«hetrtid)feit. Sutdß Stetorfion ber Sanber ge=gen einanber würbe e« in Seutfcplanb fajf allgemein; in granfreidp »ertrat beffen©teile ba« noch härtere droit d’aubaine (f. Au b ai n e) , mit welchem eö juweilen»erwechfelt »urbe; in Englanb hat man e« nie gefannt. 5Ber nicht im ©emeimbe»erbanb war, »on beffen SSetmdgen fonnte auch fein Abjug gefobert werben.Einjelne Sanber unb©tdbte haben biefe brüefenbe Abgabe, welche in ben meijienSrten 10 »om 100 betrug, fchon früh gegen einanber aufgehoben, unb Äur=SJraunfcpweig machte fchon 1737 ben Antrag auf allgemeine Aufhebung, welcheraber fchon barum feinen »ollfidnbigen Erfolg haben fonnte, »eil ba« Stecht, Ab=jugßgelb ju erheben, ftd; hduft'g in ben £dnben ber ©tabtgemeinben unb ©eriept«*herrfchaften befanb. Ser eble ©roßperjog Äarl griebrid) »on SSaben bemühte ft'chWieberum fehr für bie »ertragSmdßige Abfchaffung, bi« enblid; »on bem wiener