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1 (1830) A bis Bl
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Abgabenfteiffeit

getiten }U beliebigen, fo ift ber lefcte SEt)eit beS KinfommenS o!)ne Broeifel als einreineS Kinfommen beS Regenten, als ^3cmatperfon betrachtet, ansufeßen. UnbauS biefem ©eftcßtSpunfte betracljtet ift butcßauS fein hinteid)enber ©timb ju ftn=ben, toeßtjalb baS fürfilidje Kinfommen fteuerfrei fein fotlte. ©ielmel)t fdjeinteS oon mehren ©eiten t)6ct>fl swecfmäßig unb rathfam, baffetbe wie jebeS anbrefPrioateinfommen ber Abgabe $u unterwerfen, ba 1) ßiecburch ber Sürft wie jeberAnbre ben Srucf ber 2fbgabe in ber ©efriebigung feiner perfonlicßen ©ebütfniffeunb 2ßünfd)e proportiomrlid) empfinbet, ober bie golgen baoon erfahrt, inbem etwie jeber Anbre genotf)igt wirb, @nfd)tdn!ungen in feinem petfonlid)en >£auS=halte ju machen; ba 2) baS ©eifpiel beS Stuften, bie ©taatstaften mit feinenUntertanen ju theilen, für alle übrigen Kontribuenten außerorbentlid) etmun=ternb ift, unb um fo weniger in irgenb einem anbem ©tanbe ber SSunfch ent=flehen wirb, burd) Ausnahme oon ber 2fbgabenpflid)t beoorjugt ju werben. Sn©taaten, wo bie ©ouoerainetät mit einer moralifchen ober jufammengefetsten ^)er=fon oerfnüpft ift, fällt bet Unterfcfieb jwifd)en Sem, was ju bem offentlidjenBwecfe, unb was jum fPrioatswecfe Serer gehört, welche bie ©ouoerainetat oetswalten, noch flarer in bie 2fugen. Sie ©lieber eines an ber ©ouoerainetat tt>eil=neßmenben 0?att)S ober beS fouoerainen SlatßS felbft fonnen fo wenig aus t)in=reicfenben ©rünben jur Abgabenfreißeit berechtigt fein, als bie ©lieber einer fou=»erainen ©olfSoetfammlung in einet Semofratie, unb ebenfo wenig ift alfo aud)baS Stecht eines Surften jur Slbgabenfreißeit oon feinem Kinfommen, inwieferneS jur ©efriebigung feiner fPrioatbebürfniffe bient, begrünbet. 2) SBenn ber©taat Sen, welcher ffd) um ben ©taat oerbient gemacht hat, mit Abgabenfreißeitbelohnen wollte, fo fonnte biefeS oernünftigerweife hoch bloß eine petfönlicßeSSefretung auf feine SebenSjeit fein. Senn wollte er beßhalb feine ©üter aufewige feiten für abgabenfrei erflären, fo wäre biefeS ebenfo oiel, als fcßenfte ecihm ein Kapital, baS ber Abgabe gleich ijt, oon welcher er feine ©üter befreit. 3nsbeffen würbe eS ein ganj gtunblofeS unb nicht ju entfdjulbigenbeS fprincip fein,wenn ficß bie 2fbgabenfreißeit nicht bloß auf bie bisherigen, fonbern auch auf allefünftigen noch aufjulegenben Abgaben erftreifte. Kin folcßeS ©efchenf hätteburdßauS feinen befiimmten SÜBertf) unb müßte als eine ganj bltnbe oernunftlofe©erfcßleuberung angefehcn werben, welche in ber 2lbfid)t eines ©ouoerainS nieangenommen werben barf. Stiemanb fann wiffen, wie groß ober wie flein einfolcheS ©efchenf fein unb in ber Bufunft werben fonnte. ©Sollte aber ber©taat bie oerliefjene 2fbgabenfceiE)eit fo oerftanben wiffen, baß nicht bloß bie ^>er=fon beS £3efd)enften, fonbern bie ganje 9tad)fommenfd)aft berfelben abgabenfreifein füllte, fo würbe biefeS ein wo möglich noch gebanfenlofeteS ©efchenf fein,ba er KtwaS weggäbe, wooon et burdjauS feinen beutlichen ©egriff haben fann,inbem ein folcheS ©efdßenf halb einem Nichts nahe fommen, balb fleh ju einer unsenblidjen ©roße auSbehnen fonnte, je nachbem baS ©ermogen ber Abgabenfreienftch oerminberte ober oermehrte. Überhaupt aber fcheint bie ©etoßnung burchAbgabenfreißeit eine ber allerunäwecfmäßigften unb tabelnSwürbigfien ju fein, bieftch benfen läßt. Senn erftlicß füllte eine ©eloßnung für öffentliche ©erbienfieauS bem öffentlichen Kinfommen genommen werben, woju AIle in gleicher^Proportion beitragen. Sie Krlaffung einer ©attung oon Abgaben fällt abergesmeinigltch Kinet Klaffe oon Unterthanen jur 2aft, welches eine Ungerecßtigfeitgegen biefe ift. ©taatsbelofjnungen müffen bähet aus bem allgemeinen ©taatSs»ermogen genommen werben. 3n>eitenS ift eine folche Art ber ©elohnung auchbeßhalb ju fabeln, weil baburd) bie Abgabenfreiheit als AuSjeicßnung ober alSeine befonbere Khte erfebeint, eine ©orftellungSart, bie ber ©taat nie auffommentaffen joll; ihm muß »ielmehr baran gelegen fein, baß ein ©ürget ft' für um fo

jpichtigep im ©tagte t)ält, je mehr et bentfelben Abgaben befahlt, 3) Saft