16 Abetbeen Aberglaube
gegnen. 9fach bet jwiefadjen ©attung foldjet Stählungen muffen wir nun auchein jwiefacheg Abenteueriicfeg unterfcfeiben: bie eine ©attung erjäfjlt wahre S3e-gebentjeiten, fantafifd) auggefchmücft; bie anbre fabelhafte Didjtungen voll umgefeuret Gegebenheiten, bie oft bag ©ebiet beS SBahrfcheinlichen unb felbf begSD?6g[icf)en überfeigen. Diefe Übertreibungen gingen halb aud) in bie romanti*fd)en Srjählungen wahrer Gegebenheiten über, unb eg waren gewöhnlich in benJRitterbüchern nur Abenteuer von übertriebener ©röfe ju fudjen. Aber halb auchhier ftch beengt fühlenb, gingen bie Dichter bieferArt in bie SBelt beg SBunber*baren über. Glan lief, um burd) Stählungen Gewunberung unb Stfaunen juerregen, bie gelben Abenteuer befiehen, weldje ju glauben Gerjichtleifung aufben gefunben Getfanb erfobert wirb. Sine Sigentl)ümlid)feit jener 9iitterbüd)er,wie ber SHitterjeit, war bie ©alanterie (f. b.), unb biefe brachte, vetbunbenmit bem geljbegeife, befonberg jur^eit ber irrenben JRitter, auffaUenbe Srfd;ei=nungen hervor. Pflicht foberte jum Schuh beS weiblichen ©efdfechtg auf, unbSiebe war ber *preig ber Sapferfeit. Siebegabenteuer Hann man baher mit Siechtbie Saaten nennen, auf welche ber SKitter für bie Dame feiner ©ebanfen augsjieht, unb feinem fchwärmerifchen ^»elbenmuth, ber Alleg gu wagen bereit if,fann eg an fonberbaten Sreigniffen, feltfamen Gerwicf elungen, fühnen 2Bag=fücfen nicht fehlen, ^ietburd) erfcheint bag Abenteuerliche in neuer ©efalt algglüifgritterlicheg SEBagen, befonberg in Gejiefjung auf Siebe, So liefe ftch augben SRitterbüchern ein vielfacfeg Abenteuerlicheg ableiten, bag wir, um eg auf einSinjigeg prüdjuführen, alg bag feltfam Übertriebene, ein dbanbeln, wie eg ftchin ben alten ERitterbüchern ftnbet, erklären würben. Gei ber Nachfrage, worinbieg befiebe, ftnben wir folgenbe Momente: 1) Schwärmerei für ^»eroigmug,ber ftch aug Suf unb Shatenbrang in ©efahr ftütjt unb bem Bufalle hulbigt;2) überfpannte ©röfe, bie bag Unmögliche möglich machen will; bafer 3) SRangelan Überlegung unb mithin Unangemeffenheit ber SERittel jurn Bwecfe; 4) «Stre-ben nach bem ^ofjen, ohne jureid)enbe Äraft, unb mithin völlige Ungewißheitüber ben Stfolg. — Alleg bieg aber läuft hinaug auf ein Abweidien von ben ewi=gen ©efefcen ber Gernunft, ber SEBahrheit, SERöglicffeit unb SEBahrfcfeinlichfeit,unb muf alfo in ben .Steig beg ungereimt ©eltfamen fallen. — ©oll ftch bagAbenteuerliche jum ©toff ber fchönen Äünfie, namentlich ber ^Doefte, eignen, fomuf eg frei unb mit Gewuftfein alg abenteuerlid) bebanbelt werben, wie von Ser=vanteg, Ariofo, SBielanb, ©ferne gefcfehen. Algbamt erwecft eginungbagangenehme ©efühl beg Somifcfen ober jeneg eigne Gergnügen, welcfeg bag ERo=mantifche gewährt, gehlerhaft aber ift bag Abenteuerlidte, wenn eg alg gtof unberhaben gelten foll, fei eg im Stoff, in ber Bufammenftellung, ober im Augbutcf.
Aberbeen (©eorg ©orbon, ©raf unb Gigcount gormarine), feit 1828brit. SRinifet ber augwärt. Angelegenheiten, ein Sorp, ift einet ber 16 fcfottifcfenfPairg, welche im Dbethaufe ©i& haben, würbe alg Gotfcfafter nach SEBien jumAbfcffuf eineg Gunbegvertragg jwifdjen Snglanb unb Df reich gefanbt, ben ecam 3. Dct. 1813 ju Seplifc unterjeichnete. Sr leitete ferner bie Alfianj beg ÄöniggSRurat von Neapel mit Df reich int S. 1813 ein, bemühte ftch aber 1815 verge=beng, biefe beiben >f)öfe augjuföhnen. Alg ein Gerefrer gried)ifd)et Äunf unbfBiffenfchaft fiftete Sorb Aberbeen 1804 bie Athenian socicty, bei weld;er jebegitglieb Athen befucht haben muf.
Aberglaube if, ber Abfammung nach, jebet falfdje ©laube; bennbag SBort fcheint aug ©laube unb bem altbeutfcfen After, welcfeg fo viel alg falfchbebeutet, jufammengefegt ju fein. Der Sprachgebrauch hat biefem SEBorte eineengere Gebeutung gegeben, unb man verfeht barunter bie gehler Derer, welche beibem Urtheile über bieUtfacfen, von benen bag ©dfcffal ber 5D?enfd)en abfängenfoll, ihre Gernunft ungeprüften Srfcheinungen unb Slhatfacfen blinbiingg untere