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1 (1830) A bis Bl
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10 Abeliten Abenbmciljl

ffcggig. Den grofiten 5Eh e K feines fKuhmS »erbanft et <Sc^tond?t)eitcn, bie ifjn Botbet SJJoral unb Sfeligion oerbammen. ©eine Siebe unb baS für ign batauS ent=fptungene UnglücE I)aben feinen Flamen bet Sergeffengeit enttiffen, unb ben9Rann, ben fein 3af)tt)imbett als einen tiefen ©otteSgelegrten bewunberte, fütuns in ben gelben eines SiomanS ocrtoanbelt. ©eine unb $eloifenS SStiefe fmbim Original unb in vielen Überfegungen etfcgienen.

Ab elften, auch Abelianer obet Abelonier, nennt ber Äircgenoater Augu»flinuS eine wagrfcheinlicb oon altern ©noftifetn abflammenbe cgtiflliche ©efte,bie, um bie ©tbfünbe nicht burd) Äinbetjeugen weiter zu verbreiten, fiel) bet @h eenthielt, bafüt aber frembe itinber attfhahm unb fie naeg igren ©runbjagen etjog.©ie bejtanb gegen (5nbe beS 4. Saljrf). unter ben Sanbleuten um $ippo in 9lotb*afrifa unb entlehnte ihren tarnen oon Abel, bem ©ogne AbamS, weil berfelbeunöeref)elid)t unb finberloS ftarb. 31.

A b e n b (3Beften), bie c£>immelSgegenb, in welcher bie ©eftirne untergeben,aud) bie Seit beS ©onnenuntergangS. Die bilbenbe Äun(t flellt ben Abenb halbunter bem Silbe ber Diana auf ihrem 5Bagen nor, wie fte eben jut 3<*gb geht,weil bet Abenb für bie Saget bie günfiigfie Beit ift, halb als geflügelten ©entuS,ber einen ©tern auf bem Raupte tragt unb feine gacfel gegen bie (5rbe fenlt.

Abenbmagl ift bet heilige ©ebrauch ber (Shriften, burd) weichen fie baSAnbenfen an ben 5£ob beS ©tifterS ihrer Religion erneuern unb zugleich ein offenelicheS Seüenntnif ihres ©laubenS Bot ber ©emeinbe ablegen. SefuS GibtifiuSfegte biefen heiligen ©ebraud) bei bem legten SRafjte, baS er mit feinen 5ün=gern hielt, felbft ein; baSStot, welches er nach otientalifdger ©itte brach, H>atein paffenbeS ©innbilb feines Selbes, ber halb jetbroegen werben follte, unb berrothe SBein (benn wahrfcheinlich brauchte GgrifiuS biefe 2Crt ©ein, welche infPaläftina bie gewol)nlid)fte ift) war ein bejeid^nenbeS ©pmbol feines SluteS. Snallen ©emeinben, weldje bie Apojtel ftifteten, warb biefer ©ebraud) eingeführt.3m 1. unb 2 . 3agth- beging man biefen 9iituS allemal nad) ben fogenanntenStebegmaglen (f. b.). AIS feit bem 3. Sflgth- bie ©emeinben jahlreictjer wur>ben, hotten bie SiebeSmagle auf, unb nun warb baS Abenbmagl in ben Äirchenbei jeber gotteSbienfilichen Seiet fo gehalten, bajj alle Anwefenbe baran Sheil naf>=men; bie Äatecgumenen inbef, b. h- bie Steiften, weldje noch nicht getauft waren,unb bie 9tid)td)riften, weldje bei bem ©ebete, bem ©efange ober ber *))rebigtjugegen fein burften, muffen fich, wenn bie AbenbmaglSfeiet ihren Anfangnahm, aus ber Äirdje entfernen, weil baS Abenbmagl als eine geheimnifwolle^anblung, welche ben Süden bet Ungeweihten ju entziehen fei, betrachtet warb.Salb fing man an, bem heiligen 9ftaf)te eine übernatürlidje Äraft jujufchteiben,baS geweihte Srot unb ben geweihten SBein für mehr als Srot unb 5Bein zuhalten, unb }U behaupten, baj? mit bem Srote unb bem Söeine ber Seib unbbaS Slut unferS ©tloferS ftd> oereinige. Aus biefer SorftellungSart entfprangenblich bie SrotoerwanblungS = obet SranSfublfantiationSlegre (f. b. folg. 31.),welche ^PatgaftuS fRabbertuS im 9. 3agrl). auf bie Sahn brachte. Obgleich biefeSehre anfänglich 3Biberfprud) fanb (f. Serengar), fo warb fie boch halb allge=mein angenommen unb 1215 Bon bem Zapfte SnnocentiuS III. auf bet4. lateranifchen ©pnobe feierlid) betätigt. Aus bem neuen Dogma entfprangtheilS bie Anbetung ber $oftie, inbem man nun in ihr ben gegenwärtigen ©ottju erblichen glaubte, theilS bie ©ewogngeit, ben Saien ben .Seid) ju oerfagen,inbem man fd)loj?, bafs ba, wo berSeib Gf)rifti fei, aud) fein Slut fei (Gonco=mitanj), unb bager ber ©enuf beS ©eines nicht nothwenbig }ut 2fbenbmahISfeiergehöre. 2fuch wollte man jebe ©elegenheit, wo baS Slut 3«fu Ghrifli unoor=ft'cgtig oergoffen unb babutd) entweiht werben fonnte, oermieben wiffen, unbba es überbteS eine Auszeichnung beS geiftlichen ©tanbes ju fein fd)ien, wenn