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jen unb f)Ocf) ober tief gefdjnittenen ©feinen ober Stempeln (empreinte). —SJtünjen unb gefebnittene ©feine haben einen fjifforifdjen unb nrtifiifcfjen SBertf),unb eg ift gar niefjt gleichgültig, wie ft'e vervielfältigt werben. Die Nachahmungin Kttpferflicb fann nicht genügen, weil baburch ber grofte Shrit beö Kunftgenuf»feg verloren geht. SJtan macht baher Ufbbrütfe, wo bie ganje gorm ber ©ernmeober Sftünje flcbtbar wirb, unb bebient fich baju beg feinen ©iegellacfg, beg ©d)we=felg, ©achfeg, ©lafeg tc. Abbrücfe in glagartigen Materien nennt man haften.(Sgl. Abguf unb fPaften.)
Abel, berjweite©obn Abamg, einSmillinggbruberÄaing. Diefer warAcfetgmann, Abel Jpirt. SSeibe brachten ihre ©aben bem dpeetn; Kain bie ©tft=linge feiner grüebte, Abel bie ©rftgeburt feiner -fjeerbe. ©ott gab ju erfennen,bajj Abelg Opfer ihm angenehm fei; Kaing Opfer verwarf er. Diefer, von Sleibergriffen, ermorbete feinen Stüber auf bem gelbe, ©o warb ber etfle SJlorbauf ©eben vollbracht. Die SJle'mung mehter Kirchenvater, baf 2Cbet unvetheita»thet geffotben fei, bat jur ©ntflebmtg ber ©efte ber Abeliten ober AbelonUten (f. b.) Anlaf gegeben. Die Kirche führt Abelg Opfer algSHufler eineg heiligen,reinen, gottgefälligen Opferg an, unb ©btiflug felbfl nennt ihn ben ©erechten.
A b c l a r b ('Peter), urfptünglich 'ifbaillarb, ein ©eifllicbet beg SenebictUnetorbeng, gleich metfwütbig burch feine ©elehtfamfeit wie burdh feine unglücf=liehe Siebe ju ^»eloifen, war 1079 unweit Slanteg in bem glecfen fPataig, betfeinem Sater Serenger gehörte, geboten. Angeborene Steigung führte ihn ju benSBiffenfchaften; unb um fich ihnen ganj hmgeben ju fonnen, übertief et feinenStübern bag Siecht ber ©rflgeburt unb feine ©üter. ©t flubirte Dicbtfunfl, Se=rebtfambeit, ^h'iofophie, Surigprubenj unb Sheologie, bie gtiechifche, Ijcbcaifdljeunb lateinifdje Sprache, unb warb halb vertraut bamit; aber vorjügtid) befleifigteet ftd) ber fd)olaf!ifd)en 'Pbüofopbie- Obgleich Sretagne bamalg auggejeiebnete©etehrtc befaf, fo hatte A. boch halb ihre SBiffenfcbaft erfebopft. ©r ging ba=her nad) fPatig, beffen Univerfität ©chüler aug allen Steilen ©uropag hetbei=gog. SBilhelm von ©bampeaup war ber tüfligfle Dialeftifer feinet Seit. 21 . be=nufste feinen Unterricht fo trefflich, baf er oft feinen Steiftet in ben SBettflrei»ten beg SBiljeg unb ©charffinng in Serlegenbeit fefjte. Der anfänglichengrambfehaft folgte -^af, ben bie übrigen ©chüler ©bampeaup’g theilten, unb A.,ber noch nicht 22 Sab« jähtte, entjog fich bem gegen ihn betangiebenben Unge=Witter baburch, baf er nad) SHelun ging, wohin fein Stuf halb eine Stengevon Sünglingen gog, welche bie ©chulen von^arig verliefen, um ihn gu hären.Da ihn aud) hier ber Sleib verfolgte, ging er nach ©orbeil, wo et gwar ebenfall«bewunbert, aber auch auf gleiche SSBeife verfolgt würbe. Den Sorflellungen berArgte nad;gebenb, unterbrach ec feine Arbeiten, um in ber^jeimatf) feine jerrüt-tete ©efunbheit wieberbergttflellen. Sleu geflärft lehrte et 2 Saf)te fpäter nachfParig jttrücE, verfolgte ftd) mit feinem vormaligen Kehrer unb eroffnete eine@d)ule ber Slhetorif, beren ©lang alle übrige halb ohne Suboter tief, ©r lehrteSlbetorif, 9>f)ilofophie unb Rheologie, unb gog bie auggegeicbnetflen ©chüler,bacunter ben nachmaligen 'Papft ©oleflinll., betrug Sombarbug, Sifcfof vonfParig, Setenger, Sifdjof von fPoiticrg, unb ben heil. Sernhatb. — UmbiefelbeSeit lebte gu fParig eine junge Dame, Slameng Souife ober t^eloife, bicSlid)tegulbeet’g, Kanonicug in fPatig, bamalg 17 Sabre eilt. Sßenige grauen übertrafenft'e an ©chonljeit, feine glid) ihr an ©eift unb Kenntniffen aller Art. A., obsgleich fchon 39 Sabre alt, entbrannte für^eloifen von fo heftiger Siebe, baf er$>flid)ten, Unterricht unb felbfl ben fo h ei f erfehnten 3tul)m batüber vergaf.$eloife war für feine Sleigung nicht minber empfänglich- Unter bem Sorwanb,ihre Silbung ju vollenben, erhielt A. von gulbert bie ©rlaubnif, ft'e oft jubefugen; um ft'e noch öfter ju fehen, nahm er bei gulbert SBobmmg unb SEifd).