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denn manchmal erscholl auch ein lautes Gelächter, wennein derber Kernspruch vorkam.
Der Lehrer konnte sich den Triumph nicht versagen,die Frage zu stellen:
„Soll ich weiter lesen?"
„Ja, bis mornemorgen," hieß es von allen Seitenund der Kilian von der Froschgafs' sagte:
„Das muß ein grundgescheidter Mann gewesen sein, derdas Buch gemacht hat, der hat Alles gewußt, das wargewiß einer von den alten Weisen."
„Ja, das sind deine Leut', Kilian," hieß es aus einer Ecke.
„Seid jetzt still," hieß es von andern Seiten. „HerrLehrer, leset weiter."
So geschah. Manchmal kamen auch Berichtigungenund Zusätze vor, und es that dem Lehrer leid, daß er sienicht aufschreiben durste; er scheute dieß, denn er fürchtetemit Recht, dadurch die Offenherzigkeit der Leute befangenzu machen. Ein wucheriges Leben war unter allen, einenie empfundene Freude, hier ihre ganze Weisheit aufeinem Haufen wieder zu finden. Auch Streit über dierichtige Deutung und die Wahrheit des einen und andernSprüchworts entspann sich unter Einzelnen, in welchensich der Lehrer wohlweislich nicht mischte. Einige be-drängten dann die Streitenden, sie sollten jetzt nur auf-hören, Andere den Lehrer, er solle nur weiter lesen. Sowaren Alle voll Feuer, und unser Freund fand eine woh-lige Genugthuung darin, es entzündet zu haben.
Als er am andern Abend wieder kam, waren mehrBauern als gewöhnlich versammelt; sie fürchteten sich nichtmehr vor einem Buche, sondern umdrängten ihn Alle undfragten:
„Habt ihr wieder so was Schön's wie gestern?"
„Ja," sagte der Lehrer und zog ein Buch heraus;aber dießmal ging es nicht so leicht ab, es war Unkrautunter dem Waizen, der Studentle hatte ihn gesäet, denner hatte einen Widerwillen gegen allen aufkommendenErnst. Mit einigen jungen Burschen, die er gewonnen,