^ch sehe dich vor mir, guter Tolpatsch, in deinerleibhaftigen Gestalt, mit deinen kurzgeschorenen blondenHaaren, die nur im Nacken eine lange Schichte übrighatten; Du siehst mich an mit deinem breiten Gesichte,mit deinen großen blauen Glotzaugen und dem allweghalboffenen Munde. Damals, als du mir in der Hohl-güsse, wo jetzt die neuen Häuser stehen, einen Lindenzweigabschnittst, um mir eine Pfeife daraus zu machen, —damals dachten wir nicht daran, daß ich einst der Weltetwas von dir vorpfeifen würde, wenn wir so weit weitaus einander sein werden. Ich erinnere mich noch wohldeiner ganzen Kleidung, freilich ist sie leicht zu behalten,denn Hemd, rother Hosenträger, und für alle Gefahrenschwarzgefärbte leinene Hosen war ja Alles. Am Sonntag,ja da war es anders, da hattest du deine Pudelkappe,*)dein blaues Wamms mit den breiten Knöpfen, die scharlach-rvthe Weste, die kurzen gelben Lederhosen, die weißenStrümpfe und die klapsenden Schuhe so gut wie ein Anderer,ja sogar meist noch eine frisch gepflückte Blutnelke hinter»!Ohr stecken. Aber es war dir nie recht wohl in dieserPracht. Drum bleib ich bei dir in deinem Alltagskleids. —Jetzt aber, nimm mir's nicht übel, lieber Tolpatsch,uilv mach dich wieder fort. Ich kann dir deine Geschichte
') Pelzvcrbrämtc Mütze ohne Schild, mit einer Troddel von Golddrahtin der Mitte.
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