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Weihe in ihm. Er stellte eine» Jeden höher, als er sichselbst achtete, denn er achtete das höhere Selbst in ihm.
Er stand da als ein Mann, der das innerste Wesen Allerum ihn her verstand. Mit muthigem Entschlüsse ging ernun daran, sie die „Freuden des Geistes kosten zu lassen;"er war jetzt gereist genug, durch die äußerliche Schalehindurchzudringen.
So saß er nun oft Abends im Wirthshause und lasdie Zeitung vor, er hatte viel zu berichtigen, denn derStudentle, an den man sich früher gewendet hatte, liebtees, den Leuten die verkehrtesten Dinge aufzubinden.
Ein kleiner Kreis hatte sich um den Lehrer gesammelt,Andere saßen an den Tischen und spielten, oft aber horch-ten sie auch hin nach dem, was der Lehrer vortrug undmancher Rams ging dabei verloren, Mancher legte dieKreide nicht an den bezeichneten Ort und erhielt einen Strich.
Die Männer gewannen nach und nach Zutrauen zudem Lehrer und sprachen sich unverhohlener aus.
Trotz seiner innigen Liebe ward es unserm Freundedoch schwer, sich ganz in die Weise dieser Menschen zuversetzen.
Es ist leicht gesagt: Ich liebe das Volk! Aber jeder-zeit persönlich bereit sein, auf allerlei Seltsamkeiten ein-zugehen, ohne sich an oft häßliche Angewohnheiten undverhärtete Sitten zu stoßen, bald als Freund in beliebigeAbschweifungen eingehen, bald als liebende Mutter sichselber keine Ruhe gönnen und mit Wonnelacheln jedemneuen Worte zu lauschen — dazu gehört eine Selbstent-äußerung, ein Hinausgeben der eigenen Persönlichkeit, dienur der echten Liebe möglich ist. Dank der gesunden Er-kenntniß, sie war in unserm Freunde.
Eines Abends begann Mathes: „Herr Lehrer, ich mußjetzt dumm fragen, aber warum heißt denn auch die Zei-tung: Schwäbischer Merkur und nicht Schwäbischer Merker,so soll's doch heißen, weil er auf Alles aufmerkt, oderheißt's auf Hochdeutsch Merkur?"
„Du hast den Alten auf dem Nest gefangen, sagte