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war sehr betrübt. Der Vorsatz: sich nur der bildsamenKindheit und der reinen Natur hinzugeben, befestigte sichstets mehr in ihm.
Andern Tages, es war Samstag, machte der Lehrerdie Besuche bei den Gemeinderäthen, er traf aber keinenzu Hause. Er ging nun zuletzt zu dem alten Schullehrer,man wies ihn nach einem Garten am Wege. Hier warendie Beete nach der Schnur schön geordnet und mit Bureingefaßt; der üppige Buchenzaun, der das Ganze ein-hegte, war schön geschoren und nach genau abgemessenenZwischenräumen erhob ein Stämmchen nach dem andernseine gerundeten Zweige über den Haag. In der Mittewar ein Rondell, um welches ein mehrere Schuh hoherBur einen natürlichen Kübel bildete, Blumen aller Artknospeten und blühten. Man vernahm hinten am Garten,in der Nähe der Laube, ein Gespräch. Der Lehrer tratauf die beiden Männer zu und seinen Hut abziehend sagte er:
„Kann ich den Herrn Schullehrer sprechen?"
„Wir sind zwei für Einen, he, he," sagte der alteMann, der hemdärmelig die Hacke in der Hand Hielt.
„Ich meine den alten Herrn Lehrer."
„Das bin ich, und das da ist der Judenlehrer hehe," erwiederte der Mann mit der Hacke, auf seinen sab-bathlich geputzten Nebenmann deutend.
„Das ist mir lieb, daß ich Sie auch hier treffe. Habenwir uns nicht gestern gesprochen?"
„Als Sie mit dem Schultheißen sprachen."
Der alte Mann warf die Hacke weg, that die Pfeifeaus dem Munve, griff schnell nach seinem Rocke undwollte ihn anziehen; unser Freund aber verhinderte dieß.
„Wir brauchen vor einander keine Umstände zu machen,"sagte er, „wir sind ja Kollegen; ich bin der neue Lehrer.Gehört der Garten Ihnen eigen?"
„He he, wem denn? Ja," erwiederte der Alte; alleseine Reden waren mit einem aus tiefer Brust geholtenLachen begleitet, „Grüß Gott in Nordstetten," setzte erhinzu und reichte dem Angekommenen die Hand; diesem