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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
Seite
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Rasch stand er auf und schritt in das Dorf.

Wir wissen nun, daß wir den neuen Schullehrer indem jungen Manne kennen gelernt. Er fragte nach demSchultheiß, man wies ihn in das Haus des Buchmaiers.

Der Buchmaier saß mit seinem zahlreichen Hausgesindebei Tische, als der Fremde eintrat. Nach herzlichem Will-komm wurde er eingeladen sich zu Tische zu setzen, derLehrer dankte.

Ei was?" sagte der Buchmaier, der sich alsbaldwieder gesetzt hatte, da er sich beim Essen durchaus nichtstören ließ,rucket ein bisle zusammen, ihr da. Hurtig,Agnes, hol' einen Teller. Da setzet Euch her, Herr Lehrer.Bei uns geht's nicht wie bei den Horbern, die sagenimmer: wäret Ihr bälder kommen; wer bei nns zur Essens-zeit kommt, muß mithalten. Wo Ihr jetzt hinkommt, kriegtIhr doch nichts mehr, und da ist gekocht; Ihr müsset haltfürlieb nehmen mit dem, was da ist. Ihr kommet grad'zu einem rechten Schwarzwäldcressen, gerührte Knöpfteund Hutzeln."

Agnes hatte einen Teller gebracht, und der Lehrer, umnicht grob zu erscheinen, sich zu Tische gesetzt.

Da, mein' Agnes," sagte der Buchmaier, nachdem ereinen gehäuften Teller roll herausgeschöpft,die kriegetIhr in die Sonntagsschul."

O, Sie werden wenig mehr zu lernen haben," sagteder Lehrer, um doch etwas vorzubringen. Das Mädchenheftete den Blick scheu auf den Teller.

Wie! Agnes, red' auch, du hast ja sonst dein Maulbei dir, sag', kannst du Alles?"

Jo, mit deam Lease do käm' ich schaun no fürt,herrentgege mit ein Schreib«, do will's halt nimmei reachtgaun, d' Fingere weant oam härt, wemmer d' gahnz Wochso schaffe muaß."

All' die Schönheit des Mädchens verschwand plötzlichvor den Augen des Lehrers, da er diese harte, in grobenLauten vorgebrachte Rede hörte.

Nachdem abgespeist und gebetet war, stellte sich einer

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