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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Griechen und Römer! Wie hoch schallten eure Triumphe,wie schmetterten eure Kriegstrompeten, aber nur das Christen-thum grub das Erz aus den dunkeln Schachten der Erde,ließ es hoch in den Lüften schweben und weithin seine»Klang ausgießen, zur Anbetung, zur Freude und zur Trauer.Wie herrlich mögen die Harfen und Pauken im Tempelzu Jerusalem geklungen haben; aber nicht mehr Ein Tempelsteht auf der Erde, Tausende hieß das Christenthum erstehenaller Orten.... Mir war's vorhin; als ob die Glockenerschallten zu diesem meinem Einzüge in meinen neuenBestimmungsort, als ob die Stimme Gottes mir Will-kommen zuriefe. Wohl saht ihr euch verwundert nachmir um, ihr guten Menschen, ihr wußtet nicht, was wireinander werden sollen. O! könnt' ich die Seelen dieserMenschen ganz in meine Gewalt bekommen, ich wollte siefrei machen von ihrem trägen Aberwitze und sie kostenlassen die reinen Freuden des Geistes. Da wandeln sieaber hin, und gleich dem Thiere, das vor ihnen hergeht,sehnen sie sich nach nichts als nach dem Futter für ihrenMund .... Das also ist der Ort, wo mein neues Lebenbeginnt, diese Schluchten und Ackerflächen, mit welchenGedanken wird mein Auge auf ihnen weilen! O! die Erdeist überall schön und freudespendend, wo es Blumen gibt.Und wenn die Menschen mich nicht verstehen, verstehst dumich doch, o ewige Natur, und lächelst mir freundlich zu,wenn ich deinen stillen Offenbarungen lausche.... Dastehen die Bäume in ihrer Blüthenpracht und drinnen imDorfe hör' ich das Jauchzen der Kinder, in deren Herzen

ich den Lichtstrahl der Bildung werfen soll-

Der Schreibende hielt inne, seinen Stock betrachtend,sagte er leise vor sich hin:Nach allen Gauen hin seid

ihr zerstreut ihr Genossen meiner Jugend, nichts als eureNamen hier sind mir geblieben, und mit ihnen betrete ichdss Schwelle meines neuen Lebens, ihr Alle begleitet michim Geiste. Ich sende euch einen Herzensgruß hinaus inden Frühling, möge er euch wiedertönen aus dem Mundeder Vögel in den Lüften und eure Seele erquicken!"