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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Die Glocke läutete hell, ihre Töne zerflossen sanft in-ein lichten Mittag, die Menschen kehrten von ihrer Arbeitheim. Die Männer gingen mit der Mütze in der Handvon den Feldern auf die Straße, die Stimme Gottes hattesie gerufen, das harte Feldgeräthe aus der Hand zu legen,heimzukehren und sich zu stärken am Gebete und an irri-scher Speise. Ein junger, schlank gewachsener Mann wardie Straße von der Stadt heraufgekommen. Er warstädtisch gekleidet und trug einen braun marmorirten Ziegen-hainer Stock, in den viele Namen cingeschnitten waren, inder Hand. Als er nun das Dorf so vor sich ausgebreitetsah, blieb er stehen, horchte hin »ach dem Geläute undschaute umher in den Wald der blühenden Obstbänme, diedas Dorf umdrängten. Er grüßte die Leute, die vcm Feldeherüber kamen, mit einer besondern Freundlichkeit, ja, alsob er sie kenne. Die Leute dankten herzlich und schautensich Alle nochmals nach ihm um, sie meinten, das müsseeiner aus dem Dorfe sein, der aus der Fnmde heimkehre;er hatte sie ja so durchdringend angeschaut, und dochkannten sie ihn nicht.

Als die letzten Töne der Glocke verklungen waren, alsAlles auf dem Felde stille, kein Mensch mebr zu sehen warund nur die Lerche» hoch in der Luft jubelten, da setztesich der Fremdling an den Wegrai», schaute noch langehinüber nach dem Dorfe, zog endlich eine Brieftasche her-aus und oft wieder um sich blickend schrieb er hinein:

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