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Kreszenz weinte, Florian aber sagte:
„Nun so wollen wir fort, was einmal sein muß,muß schnell sein.
Er ging hinab, packte die Sachen zusammen undspannte den Hund an. Der Petermichel brachte ihm das Geld.
Als Alles zur Abreise bereit war, küßte Creszenz noch-mals weinend ihren Sohn und sagte: „sei brav und folg'dem Vetter, geh' fleißig in die Schul'; kann sein bis denWinter kommen wir wieder."
Florian kehrte sich ab, als sein Sohn seine Handnahm und zog scharf an, Friederle aber umhalste nocheinmal den Hund und nahm zuletzt noch von ihm Abschied.
Bis »ach Kochersteinsfeld waren die beiden Elternmit einander gegangen ohne ein Wort zu reden, ein jedesmachte sich und dem andern Vorwürfe, daß es nicht mehrabgeredet und das Kind so leicht weggegeben habe. Hierwurde nun Halt gemacht und Florian ließ sich zur Auf-heiterung einen Schoppen Wein bringen. Nachdem ergetrunken, schob er Creszenz das Glas hin und sagte:„trink auch." Sie setzte das Glas an den Mund, stelltees aber laut aufweinend nieder und sagte: „Ich kann
nicht trinken, es ist mir grad wie wenn ich das Blutvon meinem Friederle trinken müßt'!"
„Laß jetzt das Wcibergeheul, hätt'st das früher gesagt.Wir wollen einmal drüber schlafen, bis morgen wird'sanders sein."
Gleich als wollten sie sich schnell recht weit von Frie-derle entfernen, eilten sie nun ohne anzuhalten bis Kün-zelsau. Unterwegs wurde ausgemacht, was man mit demGelde anfangen wollte; der Rath Petermichels ward zumBeschluß erhoben.
Andern Tages zog man weiter gen Oehringen, plötz-lich aber hielt Florian an und sagte:
„Was meinst Creszenz, wenn wir wieder umkehrenthäten und den Friederle holen?"
„Ja, ja, ja, komm."
Schnell war der Karren gewendet und der Hund shrang