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eine Brille auf die Nase setzen; außerdem hatte er eineunerklärliche Zuneigung zu dem muntern Knaben mit denfrischen blauen Augen bekommen.
Kaum war der Tag angebrochen, da stand Petermicheloben auf der Scheune und schaute hinab, ob die Fremdenwach seien. Er rief dann:
„Höret Mann, kommet mit eurem Weib ei» bislerauf in mein' Stube, wir wollen jetzt mit einander reden."
Florian und Kreszenz kamen.
„Nun wie ist's? Habt ihr euch entschlossen?" fragteMichel.
„Ja," sagte Florian, „ich wills deutsch heraussagen,wir thäten den Buben gern weggeben, heißt das, weil erbei euch gut aufgehoben wär und auch was lernen könnt',aber es geht nicht — gelt Kreszenz es geht nicht."
„Ja warum denn?"
„Weil uns der Bub in unserm Geschäft so nützlichist, und wir müssen doch auch leben und unser Mädle auch."
„Hört einmal," sagte Petermichel, „ich will euch zeigen,daß ichs gut mein', ich geb euch hundert Gulden, es istnicht für den Buben, es ist damit ihr ein anderes Ge-schäft anfangen könnet, ein Geschirrhandel oder so was;hundert Gulden ist ein Wort. Nun wie ist's?"
Die beiden Eltern sahen einander betrübt an.
„Schwätz du, ich sag' gar nichts; was du thust Kres-zenz ist mir recht," sagte Florian.
„Ja, der Bub wird halt nicht wollen, er ist so anuns gewöhnt. Ihr meinel's gut, das ist kein' Frag',aber der Bub kann doch vor Jammer und Heimweh sterben."
„Ich frag' ihn," sagte Petermichel, ließ die verblüfftenEltern stehen und ging eilends hinab zu dem Kinde.
Ohne ein Wort zu reden blieben Florian und Kres-zenz bei einander, sie bangten vor jeder Antwort.
Da kam Petermichel mit dem Knaben an der Hand,er winkte den Eltern mit den Augen zu und Friederle rief:
„Ja, ich bleib' da bei unserm Vetter, er gibt mirei» Geißel und ein Hottogäule."