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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
Seite
409
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sich gewaltig verändert hat, es ist Florian mit seinerFamilie.

Der Hund hatte sich neben ihm niedergelassen, denKopf auf beide Vorderfüße gelegt, der Knabe streichelte ihn.

Laß jetzt den Schlunkel, Friederle," sagte Florian,mach', hilf deiner Mutter."

Der Knabe ging schnell zu seiner Mutter, er wußte,der Vater war böse, da er den Hund Schlunkel nannte;denn Florian kam immer, wenn er übler Laune war, zudieser Selbstpcinigung, daß er den neben ihm im JocheEingespannten mit dem Namen dessen benannte, der ihnin's Unglück gestürzt hatte.

Die Mutter hatte indeß den Dreifuß und den Kesselvom Wagen genommen, mit dem mitgebrachten HolzeFeuer angemacht und Wasser übergestellt.

Gang, sich daß du Grundbirnen kriegst," sagte siezu Friederle. Dieser nahm einen Tops und ging auf dasweiter oben stehende Haus mit dem roth angestrichenenGebälke zu.

Ein bejahrter Mann sah gähnend zum Fenster heraus.

Wollet ihr nicht so gut sein," bat Friederle,unduns Grundbirnen schenken? dur*) Gott's Willo."

Woher bist?" fragte der Mann, der ziemlich satt schien.

Mein Vater sagt allemal, von dem Land, wo dieLeut' auch hungrig sind."

Ist der da drunten dein Vater?"

Ja, machet aber nicht so lang, wenn ihr mir wasgeben wollet; unser Holz verbrennt sonst."

Der Mann kam herab und öffnete die Thüre, dieNachbarn wunderten sich gar sehr, daß der Petermicheleinem Bettelkinde sein Haus öffnete.

Fricderle kam aber alsbald wieder heraus mit dem Topfvoll Kartoffeln und etwas Butterschmalz in einem Schüsselchen.

Nun wurde statt bloßer Kartoffeln ein Brei gemacht,und nachdem Alles gegessen hatte bekam der Hund dasGeschirr, um das Uebriggclasscne aufzulecken.

') Durch.