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Florian stampfte auf den Boden und biß auf seinenSchnurrbart. Wenn er das ganze Dorf hätte anzündenkönnen, er hätte es in diesem Augenblicke gethan. Er sahsich von Allen verhöhnt, verlacht, bemitleidet, sein höch-stes Strebcziel, vor Allen in Ansehen dazustehen, warschrecklich in den Staub gesunken. Nun da er dieß ver-loren , war er zu Allem fähig. Er gedachte nicht im Ent-ferntesten an die Schwere des Verbrechens, in das er sicheinlassen wollte, er wollte beutebeladen fortziehen, da erder Ehre beraubt war; wie erwachend sagte er:
„Ich bin dabei, bis wann?"
„So gegen acht, denk ich."
Florian reichte dem Schlunkel die Hand und gingschnell davon.
Als er aus der dunkeln Brunnenstube wieder in dashelle Tageslicht kam, taumelte er wie ein Betrunkener; ermußte sich eine Weile an der Wand halten.
Singend und pfeifend ging er den ganzen Tag durchdas Dorf, er wagte es aber nicht zur Kreszenz zu gehen,er fürchtete sich vor ihr.
Oft war es ihm auch, als ob er schon gestohlen hätte.Er sah alle Leute darum au, ob sie ihm sein Verbrechenansähen; dann dachte er wieder: es ist eins, sie halten dochnichts auf dich. — Dennoch freute er sich, wenn er sichwieder besann, daß die That noch nicht geschehen sei. Ein-mal, als er den Buchmaier sah, war es ihm, als müßteer entfliehen; er schämte sich aber seiner Feigheit, wie eres nannte, und schwur, die That zu vollbringen.
Als es Feierabend geworden war, kamen die Bauern-burschen und Mädchen auch aus den Tanz und brachten mit-unter Hochzeitsgcschenke; nach dem gegenseitigen Herkommenerhielten sie drei Vortänze.
Auch Florian war unter den Angekommenen. DieBraut eilte auf ihn zu unv sagte:
„Bist du auch da? Wo ist denn die Kreszenz? Ichkann mir's denken, daß es ihr nicht recht tänzerig ist;