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Auerbach's Dorfgeschichten
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mach nur den Ehrlichen an ihr, Florian. Komm', wirwollen zu guter letzt noch einmal mit einander tanzen."

Florian, der gefeiertste Tänzer, mußte bald wieder innehalten, seine Kniee schlotterten; mit solchen Gedanken imHerzen, wie er hatte, und mit zerrissenen Sohlen an denFüßen, tanzt es sich nicht gut.

„Was ist dir? du hast doch sonst getanzt, wie einTrenderlc?"*) sagte die Braut, „nun, wir wollens seinlassen. Es thut mir wahrhaftig in der Seel' leid, daß ichdie Kreszenz nicht mehr sehen kann, wir sind immer gutFreund gewesen; wir fahren aber schon Morgen ganzfrüh ab.

Komm' mit, ich will dir ein Stück Hochzeitkuchen fürsie geben, bring's ihr und sag' ihr Adjes von mir."

Florian folgte in die innere Stube, er erhielt dort denKuchen und ein Glas warmen Wein, das er auf einenZug leerte; er fühlte wieder neue Kraft durch seine Adernströmen. Sobald er konnte,' schlich er sich fort, kehrte baldwieder und ging dann nochmals weg.

Der Schlunkcl harrte schon mit einer kleinen Leiterhinter dem Hause Meierle's, es war kein Licht darin,Alles war auf der Hochzeit.

Schnell war das Mänerchen eingebrochen und die bei-den schlüpfte» hinein. Sie erbrachen die Küchen- undStubenthürc und den Schrank, fanden das Geld, mehreresilberne Löffel und Becher, und steckten es schnell zu sich.

Florian war der erste, der wieder im Hofe war, derSchlunkel zerrte noch an einem Bettstücke, das durch diekleine Oeffnung nicht heraus, wollte. Da kam der Haus-herr die Treppe herauf, er sah die Stuben- und Küchen-thüre offen, in die Küche tretend, sah er das sich bewegendeBett; er zerrte nun innen an demselben und schrie umHülfe. Der Schlunkel ließ schnell los, stürzte auf denBoden und brach ein Bein. Florian suchte ihn zu retten,aber er hörte Leute, er flüsterte ihm nur noch schnell zu:

Kreisel.