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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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„Mit allem Willen, was denn?" fragte Florian mit-gehend.

„3ch hab' nur vor den Leuten so gesagt, ich that gerneinmal mit dir reden, aber offenherzig: wo bist du ver-gangene Woch' gewesen?"

„Das kann ich nicht sagen."

„Nun, wie du willst. Hör' 'mal Florian, du bist eingeschcidtcr Kerl, du bist ein geschickter Kerl, verstehst deinHandwerk aus dem ff."

„Nun, dahinter muß was stecken, sagct's nur frei heraus."

„Ich möcht' halt, daß du's auch zu was rechtem brin-gen thatst."

„Es wird schon kommen."

„Hör' mich jetzt ruhig an, ich red' jetzt nicht alsSchultheiß mit dir, ich red' mit dir, weil ich's gut mitdir mein'. Wenn du so fort hier bleibst, gehst du zuGrund. Auf was wartest du denn hier?"

Florian schwieg betroffen, der Buchmaier fuhr nach einerziemlichen Pause fort:

„Ich weiß wohl wie es ist, es ist grad wie wenn manaus dem Bett aufstehen soll, wenn man auch noch sohart liegt, man thut's halt nicht gern; wenn man abernachher auf den Beinen ist, freut man sich doch. Drumfolg' mir, geh' wieder fort. Guck, wenn Krieg wär', thatich sagen: Florian, laß dir zweierlei Tuch anmessen, dubringst's zu was; du kannst's aber auch so zu was brin-gen, du brauchst nicht Menschenmetzger zu werden; aberhier ist deines Bleibens nicht. Fort mußt du."

„Ich kann aber nicht und will aber nicht, ich willsehen, wer mich fortbringt."

„Davon ist kein' Red'. Du brauchst gegen mich nicht stolzthun und nicht aufbegehren. Ich weiß wohl, du hast Bekannt-schaft mit der Kreszenz. Such' dir dein Glück, wenn dir's gutgeht, kannst sie ja holen. Hier aber lebst du in llnehr'."

„Wer sagt das? Wenn ihr's nicht wäret, Schultheiß,wenn mir das ein Anderer sagen that, ich wollt' ihmweisen; wer kann mir was an meiner Ehr' anhaben?"