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Auerbach's Dorfgeschichten
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noch nicht zum Zollvereine. Er verkaufte nun die ein-geschmuggelten Sachen, besonders Zucker und Kaffee, undstand sich gut dabei. Der rothe Schneiderte sah seinenKramladen durch den geheimen Zwischenhandel vernichtet,und doch war ihrer Kinder wegen Feindschaft und Conti-nentalsperre zwischen ihm und dem Metzgerle; die Frau aberfand einen glücklichen Ausweg, das Haus der Leichkätherward der neutrale Boden, auf dem man unterhandelte. DieLeichkäther mußte die fremden Waaren von dem Feinde fürsie auflaufen.

So war auch zwischen den Großmächten ein geheimesSpiel angezettelt.

Fast jeden Sonntag wurde Crescenz mit argen Miß-handlungen gezwungen, ihrem Vater zu folgen und in Mühloder halbwegs, in Egelsthal, mit dem Geometer zusammenzu kommen. Sie war dann wider ihren Willen froh undmunter, und wenn sie lange genug geheuchelt hatte, wurdesie beim Weine wirklich aufgeheitert, so daß der Geometerglaubte, sie hänge noch immer an ihm.

Abends aber ging sie immer wieder heimlich mit demFlorian, und wenn sie nach Hause kam, warteten ihrer neueMißhandlungen.

So lebte Crescenz ein qualvolles Leben, dessen tiefsteGetheiltheit sie aber zu ihrem Glücke nicht erkannte; siehatte ihr Lebenlang nichts als Unwahrheit und Halbheitvor sich gesehen.

6 .

Florian in Floribus.

Florian suchte im Orte etwas zu verdienen, es gelangihm aber selten. Er wollte nämlich bloß auf seinem Hand-werke oder sonst in einem angesehenen Geschäft arbeiten,die Feldarbeit hielt er unter seiner Würde; lieber wäre er