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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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mit ihm halte. Der Harzgeruch der sonnenbcschienenenTannen erweckte in Jvo die Jugenderinnerungen immerlebendiger: er sah sich auf der Krippe neben seinem Nazisitzen, er war draußen im Veigelesthäle singend undjubelnd tanzten und sprangen alle die Bilder der Kindheitvor ihm her. Auf der Windeck angelangt, sah Jvo dasihm wohlbekannte kleine Haus, ein bleiches Frauenbild sahaus dem Fenster, es war das Windecker Lisle, das hierwieder einsam wohnte.

Jvo dachte darüber nach, wie auffallend es sei, daß dieKirche es wagte, ein ausdrückliches Gebot der Bibel in einVerbot umzuwandeln. Nach dem alten Testamente mußteder Bruder die kinderlose Wittwe seines Bruders Heiratheu,das kanonische Recht aber verbot dieß geradezu. Nazi nndLisle durften sich nie ehelichen. Jvo fuhr sich mit der Handüber die Stirne, als wollte er die letzte theologische Er-innerung aus seinem Kopfe verbannen.

Man näherte sich dem Hofe des Beßtebnuren, die Wegewaren gut und sauber. Endlich wurde man das stattlicheHans ansichtig, als man fast vor ihm stand. Jvo sah denNazi, der Heu rechte, mehrere Mägde und Knechte um ihnher, aber Jvo eilte nicht auf ihn zu, sondern setzte dasHorn an den Mund und blies die Weise des Liedes:

Da droben, da drobenAn der himmlischen Thür,

Und da steht eine arme Seele,

Schaut traurig Herfür.

Dann rief er: Nazi! und die beiden sich Erkennendenlagen einander selig in den Armen.

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Wie nach banger, pfadloser Irre können wir jetzt aufgebahntem Wege dem Ende unserer Erzählung zueilen.Jvo blieb bei Nazi, der ihn wie seinen Bruder behandelte.