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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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In Begleitung des Jungen ging er nun über die Wieseden Waldsteig hinab. Drunten rauschte der Bach undH klapperten die Mühlen; Jvo war's als müßte hinter jedems Baum sein Nazi hervortreten, er fragte den Jungen:

Ist der Beßtebuur ein braver Mann?"

Ja, braver weder sein Bruder wo gestorben ist."

Wie heißt denn der jetzige Beßtebuur mit seinemTaufnamen?"

Das weiß ich nicht, er heißt halt der Beßtebuur;er ist in vielen fremden Ländern gewesen als Knecht undals Doktor."

Jvo jauchzte hoch auf/ hierher hatte ihn der FingerGottes geführt.

Seit wann ist denn der Beßtebuur da ?" fragte er wieder.

Seit zwei Jahren. Er hat ein Jahr lang als Knechtbei seinem Bruder gedient, und da ist der gestorben, mansagt, er häb's ihm anthun, er ist ein halber Hexenmeister;j er hat ihn auch schon vor vielen Jahren einmal umbringenwollen, und weil keine Kinder da gewesen sind, ist der Hof- an ihn gefallen, er ist aber sonst ein braver Mann."

; Mit tiefer Trauer erfuhr Jvo, daß nun sein guter Nazidoch als Brudermörder gelten sollte, weil er einst die Sündezu vollziehen getrachtet hatte, aber Jvo tröstete sich baldwieder mit Recht, daß dieß nur ein Geschwätz neidischer Leuteoder alter Weiber sein könne.

Sie kamen an der Sägmühle vorbei, in welcher Nazieinen großen Theil seiner Jugend verlebt. Jvo freute sichbesonders, daß auch hier, von der Bergwand geschützt, einschöner Nußbaum stand, gerade wie zu Hause vor derWohnung seiner Eltern.

Nun ging es rasch den andern Berg hinan. Jvowußte zwar wohl, was eine nachbarliche Bauernviertelstundezu bedeuten habe, aber daß es mehr als eine Stunde sei,hatte er doch nicht gedacht. Da er sehr eilte, nahm er demJungen die schweren Eisen ab, bannt er gleichen Schritt