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des Klosters diese That zu verhehlen, so wie auch ausRücksicht der Geisteskrankheit Bartel's, ließ man ihm einehrliches Begräbniß angedeihen. Die Klösterlinge zogennun Alle'mit Floren behängen unter der klagenden Trauer-musik hinter der Leiche drein. Jvo blies das Horn, seineTöne flatterten wie jach zerrissene Bänder in den Lüsten.Auf dem Kirchhof trat Jvo vor und hielt seinem verlorenenKameraden eine herzergreifende Denkrede. Anfangs stockteer ein wenig, alle seine Pulse zitterten; zum erstenmalehatte ihm der wirkliche Tod eine Leiche vor die Füße gerolltund ihm zugerufen: „lerne das Leben begreifen und denTod!" Wie er einst Clemens vor seinen Füßen als todterblickt hatte, so lag jetzt in Wahrheit die entseelte Hülleeines Jugendgenosstn vor ihm, mit dem er so lange gelebt.Er pries zuerst das Leben, das freie, selige Athmen, undwollte den Tod weit weg bannen aus der Mitte der Men-schen, dann aber ward seine Rede feuriger, wie ein leben-diger Springguell strömten die Worte dahin, mit schmerz-loser Innigkeit pries er das Loos des Entschlummerten, der,ein verlorenes Waisenkind, endlich heimgekehrt sei zu seinemVater im Himmel. Die Weihe kam über Jvo, noch bevorihn die Hand eines Priesters berührt. Er schwang sichhinauf zum Thron des Allvaters, kniete nieder und bat umGnade für seinen Freund; in kurzen, abgestoßenen Sätzenbat er dann um Gnade für sich, um sein eigenes seliges Ende,um das aller Menschen und sprach endlich das Amen.
Mit jubelndem Marsche zogen die Klösterlinge wiederumheim, sie, das stehende Heer des Himmels, sollten gleichdem stehenden Heere der Erde auch nie lange dem Schmerzesich hingeben, sondern alsbald wieder lebcnsmuthig dieSchritte fördern, obgleich die Todesbetrachtung zu ihrenvornehmsten Erercitün gehörte. Auch Jvo fühlte wiederneue Lebenslust in sich aufknospen, die Beiden, die ihm amnächsten gestanden, hatte das Geschick von ihm gerissen, denEinen durch geistigen, den Andern durch leiblichen Selbstmord