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meint, sie hab' ihm das Gemüth zu schwer gemacht under thät's ihr zu lieb, und das braucht' er nicht, und erwar' doch ihr lieber Sohn, wenn er auch nicht Geistlichwird und ... ja das ist Alles."
„Su nur nicht so erschrocken, sprich herzhaft mit mir,gib mir deine Hand," sagte Jvo, als eben einer seinerneugierigen Kameraden vorbeigehuscht war, „ich bin dir janicht so fremd, wir sind ja alte gute Freund', gelt?"
Nun erzählte Emmcrenz mit wunderbarer Geläufigkeit,wie sie den Brief habe schreiben wollen und wie sie dieNacht durch zu ihm hcrgewandert si; sie blickte manchmalzur Erde und drehte den Kopf, als suche sie Etwas. DieAugen Jvo's ruhten mit tiefer Innigkeit auf ihr, und wennihre Blicke sich begegneten, erglühten die Wangen Beider,aber ein Jedes scheute sich vor dem Andern, sie sagten sichnichts von dem, was ihre Seele bewegte. Als Emmerenzibre Erzählung geendet, sagte Jvo: „Ich dank' dir vonGrund des Herzens, es kann wohl einmal die Zeit kommen,wo ich dir deine Gutthat vergelten kann."
„Das ist ja nicht der Red' werlh, wenn's zu deinemBesten wär' und du thätst sagen: lauf' jetzt für mich nachStuttgart zum König, ich thät mich nicht lang besinnenund ging eben grad, es ist mir jetzt so . . ., so wie. .. ."
„Nun wie denn?" fragte Jvo das stockende Mädchen." „Wie . . . wie wenn mir jetzt grad halt Alles gutausgehen müßt."
Ohne ein Wort zu reden, standen die Beiden eineWeile einander gegenüber, im Innersten aber wechselten siedie trautesten Reden; endlich sagte Jvo, sich mit einemschweren Seufzer erhebend:
„Sag' meiner Mutter, ich muss mir das Alles nochüberlegen, sie soll ruhig sein, schlecht werde ich nicht, sorg'recht für sie und laß sie mit ihrem kranken Arm nicht zuviel schaffen. Nächst meiner Mutter bist du und der Nazimir die liebsten Menschen auf der Welt." Sowohl Jvo