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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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aber es war nur ihr eigener Schritt, den sie vernommen;muthig hüpfte sie, ohne zu straucheln, über die Wurzelnweg, die sich über den schmalen Waldweg schlangeln. Ein-merenz war gut geschult, sie glaubte nicht mehr an Geisterund Gespenster, aber an den Mocklepeter glaubte sie steifund fest, hatten ihn ja schön so viele Leute hockeln müssen.Sie hob oft ihre Schultern, um sich zu vergewissern, daßder Geist nicht auf ihr sitze. Auch an das Nickesle glaubtesie, das sich oft den Leuten wie eine wilde Katze oder wieein Holzblock vor die Füße rollt, so daß, wenn man sichdarauf setzen will, man in feuchten Schlamm versinkt. Siehielt den Rosenkranz fest um ihre Hand gewunden.

An der Lichtung des Waldes, wo die schöne Buche steht,an deren glattem Stamm ein Muttergottesbild befestigt ist,dort kniete Emmerenz nieder, faßte den Rosenkranz zwischenihre gefalteten Hände und betete inbrünstig. Der Mond,trat, wie man sagt, mit vollen Backen aus den Wolkenhervor und überglänzte wie mit Wohlgefallen die Betende,die sich dann gestärkt erhob und ihres Weges fortschritt.

Längs des Neckars zog sich nun die Straße hin, zubeiden Seiten standen die schwarzen Tannenwälder bis zumBergesgipfel hinan, das Thal war meist so eng, daß esnur für schmale Wiesen, für den Fluß und die StraßeRaum bot. Alles lag in stiller Ruhe, nur bisweilen zirpteein Vogel wie aus dem Schlafe, als wollte er sagen:„ahdele, da ist's recht gut im Nest." Die Hunde schlugenan, wenn Emmerenz an den einsamen Gehöften vorüberschritt, die immer wiederkehrenden Mühlen klapperten undpochten emsig, aber das Herz des Mädchens pochte nochviel schneller.

Emmerenz war noch nie weiter als zwei Stunden vonihrem Geburtsorte fort gekommen, viele Gedanken beweg-ten nun ihre Seele. Zuerst lobte sie ihre liebe Heimath,„da ist's doch anders, das liegt auf dem Berg und hatFelder mit Boden wie Speck." Emmerenz wünschte nur,