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daß der Neckar über den Berg fließen möchte, damit derWassermangel nicht so groß sei.
Die Sterne glitzerten hell, Emmerenz blickte hinauf undsagte: „Es ist doch goldig, wie viel Millionen Stern' daoben sind, das ist grad, wie wenn an einer rußigen Pfann'so viel tausend Lichtle funkeln, aber viel vielmal schönerund heiliger und da droben sitzt unser Herrgott und hältWacht. Man verschlaft doch das ganze Jahr recht vielSchönes, und wenn man nicht recht um sich guckt, merktman's auch nicht, wenn man die Augen offen hat. Erhat recht gehabt, ich merk' jetzt viel besser auf Alles auf,und es macht mir auch viel Freud'." Da fiel eine Stern-schuppe, Emmerenz hob die Hände empor und rief: „Jvo!"Sie stand still und blickte schamhaft zur Erde, sie hatteden tiefsten Wunsch ihres Herzens geoffenbart, denn es istwohlbekannt, daß das, was man beim Fallen einer Stern-schuppe wünscht, in Erfüllung geht.
Rasch ihres Weges fortgehend dachte Emmerenz wieder:„Ach Gott! Wenn ich nur so ein' Mühl' hätt', da wollt'ich schaffen wie ein Gaul. Ach lieber Heiland! es mußdoch prächtig sein, wenn man so ein Gütle anguckt undsagen kann: das ist mein. Ich möcht' nur wissen, wener heirathen thät, wenn er kein Geistlich wird? Unser Herr-gott ist mein Zeug', ich lauf grad so gern für ihn, wenner auch eine Andere nahm'; grad so gern? nein, das dochnicht, aber doch rechtschaffen gern. Er hat recht, daß erkein Geistlich wird: so Niemand auf der Welt haben undNiemanden sein,*) das ist doch ein schwer Kreuz. Wennunser Herrgott gewollt hätt', daß man kein Weib nehmensollt', hätt' er lauter Mannsleut' gemacht und ließ er dieMenschen auf den Bäumen wachsen. Ei das sind dochrecht gottlose Gedanken" — schloß Emmerenz ihr Selbst-gespräch und lief schneller, als wollte sie ihren eigenen
') Angehören.
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