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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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Die Bauern gingen nun aufs Feld, der Mathes mitden beiden Schützen hinein in das Dorf, die Kinder mitHalloh hinterdrein. Als der Schütz den Nachruf nichtmehr hören konnte, riefen einige verwegene Knaben:Soges! Soges!" Dieß war der Schimpfname des Schützenund brachte ihn jedesmal gewaltig auf. Er hatte nämlichnoch in den letzten Jahren der österreichischen Herrschaftsein jetziges Amt versehen; in seiner Dienstbeflissenheitglaubte er auch den österreichischen Dialekt sprechen zumüssen, und sagte er einmal:i sog es." Seitdem schimpfteman ihn denSoges."

Hinter der geheimnißvollen braunen Hausthüre desSchultheißen verschwand Soges, Mathes und Bannert.Der Schultheiß schalt den Angeklagten wegen seines Ver-brechens sogleich tüchtig aus.

Mathes stand ruhig da, er spielte nur leise mit demFuße nach einer Melodie, die er innerlich sang; endlichsagte er:Sind Ihr bald fertig, Herr Schultheiß? Dasgeht mich Alles nichts an, ich habe keinen Maien gesetzt;jetzt machet nur weiter, ich kann schon noch eine Weil'zuhören." Der Schultheiß fuhr auf; er wollte geradeauf Mathes los, aber der Soges sagte ihm etwas ganzleise, und seine geballte Faust senkte sich. Er befahl nundem Soges, den Verbrecher wegen groben Läugnens 24Stunden einzusperren.

Ich bin ein Kind aus dem Ort, man weiß, wo ichzu finden bin, ich Verlauf wegen so einem Bettel nicht;man kann mich nicht einstecken," sagte Mathes mit Recht.

Man kann nicht?" rief der Schultheiß zornglühend,das wollen wir doch sehen, Du"

Oha! es ist genug geschimpft, ich geh' schon," sagteMathes,aber mit einem Bürgersohne sollt' man nichtso verfahren. Wenn mein Vetter, der Buchmaier, daheimwär', dürft' das nicht geschehen."

Noch auf dem Wege zum Gefängnisse begegnete Ma-thes dem Aivle, aber er versuchte es nicht einmal, mitihm zu sprechen. Aivle konnte sich das nicht erklären,