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verg..»gt zum Fenster heraussah, mit den Augen zu; —diese Augen sagten gar viel. Auf die oft schelmisch wie-derholte Frage, wer wohl den Maibaum gesetzt, antwortetedas Aivle stets nur mit einem schelmischen Achselzucken.
Eben waren die Maikinder am Hause des WagnersMichel angelangt und begannen ihren Spruch, als derDorfschütz mit dem Bannert*) herzutrat und laut rief:„Sind still, Ihr Krotten!" Die Kinder schwiegen plötzlich;darauf ging der Gestrenge gerade auf den Mathes zu, faßteihn am Arme und sagte: „Komm mit zum Schuttes!"
Der Mathes schleuderte die breite Hand der Polizeivon sich weg und sagte: „Warum?"
„Das wirst Du schon erfahren; setzt komm mit, oderes geht Dir schlecht."
Der Mathes schaute sich rechts und links um, alswisse er nicht, was er thun solle, oder als müsse ihmvon irgend einer Seite her Hülfe und Rath werden. Dabewegte sich plötzlich die Maihütte gerade auf den Schützzu und stieß ihm in's Gesicht. Der Bub verließ sich wohldarauf, daß er als Mai eine geheiligte Person und unver-letzlich sei; der Schütz aber kannte keine andere unverletz-liche Person als sich selber und zerfetzte mit Einem Rissedem Knaben sein ganzes Laubhaus. Der Christle, derjüngste Bruder des Mathes, sprang daraus hervor, undder Maienmann hatte nun ein Ende.
Unterdessen war das Aivle vom Hause herabgekommen,es erfaßte den Mathes beim Arme, als wollte es ihn retten.Dieser aber rückte auch seine Hand eben so barsch vonsich ab, und der Dorfschütz sagte zum Aivle: „Du wirstnoch warten können, bis mau Dich holt."
„Ich geh' schon mit," sagte Mathes, dem Aivle einenvielsagenden Blick zuwerfend. Dieses aber sah nichts mehr,denn die hellen Thränen standen ihm im Auge, und dieSchürze vor das Gesicht haltend, ging es schnell zurückin's Haus.
*) Bannwart, Waldschütz.
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