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Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
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„Das ist nicht recht, einen so zu foppen," sagte dasTonele wehmüthig lächelnd.

„Nein, ich fopp' nicht," sagte der Jäger, die Handdes Mädchens fassend und fuhr fort: „gucket, ich that'Euch gleich heirathen, so wahr mir Gott das Leben gibt."

„Das ist feindlich gesprochen," sagte Tonele.

„Ich seh' keine Sund' d'ran, wenn wir uns heirathenthäten," sagte der Jäger.

„Wenn wir gut Freund bleiben wollen, so redet mirdavon kein Wörtle mehr," sagte Tonele und ging querüber's Feld.

Der Jäger war schon zufrieden, daß er „gut Freund"mit dem Tonele sein durste, und er machte sich das wohlzu nutze; denn er kam jetzt fast jede Woche ein paar Malnach Nordstetten. Er unterhandelte zuerst mit dem Pudel-kopf, Tonele's Vater, wegen der Holzfuhren, die es jetztim Herbste gab; dadurch bekam er immer mehr Gelegen-heit, mit dem Tonele zu sprechen. Er sagte nichts mehrvom Heirathen, aber man hätte ein Narr sein müssen,wenn man's nicht gemerkt hätte, daß er darauf herum redete.

Einen schweren Stand hatte der Jäger bei dem Bär-bels, ohne das beim Tonele nichts auszurichten war.Zuerst versuchte er es mit Güte und Spaß, aber dasBärbels verstand gar keinen Spaß mehr; es redete immerund immer vom Sepper, so oft der Jäger da war.

Da begab sich für den Jäger ein Ereigniß, wie erstch's nicht besser wünschen konnte. Das Tonele hatte einereiche Base in Mühringen, deren Hochzeit in wenigenTagen sein sollte, und das Tonele kam für den drei Tagelang dauernden Tanz nach Mühringen. Die Schwesterdes Jägers schloß schnell Freundschaft mit Tonele, unddie beiden Mädchen spazierten mit einander über Wiesund Feld und hielten sich beim Tanze zusammen. DasTonele erschien hier zum ersten Male mit unverbundenemGesichte, und man kann fast sagen, es war schöner seitdem Bisse.

Manche wilde und abergläubische Völker verstümmeln