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nannte das Vefele ein „dummes Dorfkind, das nicht wisse,daß hinter'm Berge auch noch Leute wohnen." Da sankdas Vefele in sich zusammen, es lag mit dem Angesichteauf dem Boden und ein furchtbarer Gedanke ging ihmdurch die Seele, der Gedanke: daß es mißachtet und aufewig unglücklich sein werde. Brönner mochte das ahnen,er kam zu ihm, hob es freundlich auf, küßte es undredete gar fein und höflich, so daß das Vefele Alles vergaßund in Alles willigte; es wollte mit ihm nach Amerikaauswandern, es wäre ihm in die Hölle gefolgt, so hatteer sein Herz und seine Sinne bestrickt.
Brönner hatte schon Alles vorbereitet, das VermögenVefele's wurde zu Geld gemacht, und um zur Reise be-quemer zu sein, in lauter Gold eingewechselt. Vefele hobes bei seiner Aussteuer auf.
Vefele und Brönner sollten in der Kirche verkündetwerden; aber die Papiere Brönner's, der aus dem Hohen-lohischen gebürtig war, blieben immer aus. Da kamdieser eines Tages, Vefele stand in der Küche am Wasch-zuber, und er sagte: „Vefele, weißt Du was, ich mußheim und die Papiere selber holen, unten ist ein guterFreund mit einer Chaise, ich habe gerade Gelegenheit nachTübingen zu fahren; dann lass ich auch für uns denPaß.von dem Gesandten unterschreiben und dann gehenwir noch den Herbst fort."
„Lieber heut als Morgen," sagte das Vefele.
„Apropos," sagte Brönner wieder, „ich habe jetztgerade kein Geld, kannst Du mir nicht was geben?"
„Da hast Du den Schlüssel," sagte Vefele, „hol'Dir droben; Du weißt ja wo's liegt, links bei denneuen Hemden, die mit dem blauen Bändele zusammen-gebunden find."
Brönner ging hinauf und kam nach einer Weile wie-der, Vefele trocknete an der Schürze die Hand und reichteihm dieselbe, Brönner's Hand zitterte. Vefele wollte ihmein Stück Weges „ausfolgen;" er aber bat es, da zubleiben, und er rannte schnell die Treppe hinab. Eswar Vefele traurig zu Muthe, daß Brönner sich nicht