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aufgesteckt, und als nun das Vefele endlich fir und fertigda stand und sich im Spiegel betrachtete, mußte es übersich lachen, und es verbeugte sich höflich vor sich selber.
Brönner war hocherfreut, als das Vefele schüchternin die Stube trat; er bemerkte, daß es zehnmal hübscheraussehe. Als aber Vefele sagte: daß die Stadtkleider dochnichts seien, und daß ein einziges Bauernkleiv mehr werthsei und auch mehr koste, als sechs solcher Stadtfahnen,da machte der Brönner ein böses Gesicht und sagte, „daswäre dummes Bauerngeschwätz." Das Vefele preßte dieLippen zusammen und die Thränen standen ihm in denAugen, es ging hinaus und weinte.
Das Vefele ging fast gar nicht aus dem Hause, dennes schämte sich, so „vermaskirt" zusein; es meinte, Jeder-mann müsse es drum ansehen. Nur ein einziges Mäd-chen im Dorfe, das bei der alten Ursula aufgezogen ward,hatte auch Stadtkleider an, und man wußte nicht recht,woher es war.
Das Vefele hatte schwere Zeiten in dem Hause Mel-chior's, dessen Frau ein böser Drache war und immertodte Kinder gebar, so daß die Leute sagten, ihr Gifttödte die Kinder im Leibe. — Oft saßen Melchior undVefele in der Scheune und sie thaten, als ob sie sich zumSpaß Rüben schälten; in der That aber aßen sie sie mitgutem Appetit. Vefele gab sich alle Mühe, seinen Bru-der zu steter Nachgiebigkeit zu ermähnen. Es hatte er-fahren, was Unfriede in einem Hause war, und es drangnun darauf, daß bei allen Entbehrungen Friede sein solle;der gute Melchior willigte gern in Alles.
Doppelt und dreifach drang aber Vefele bei Brönnerauf baldige Verheirathung. Da trat dieser mit einemneuen Plane hervor: er wolle nach Amerika auswandern,er könne so gut doctern wie der Amtsphysicus, hier zuLande aber dürfe er das nicht, und darum wolle undmüsse er fort. Das Vefele rang die Hände, warf sichauf die Kniee und bat, daß er von diesem Plane abstehe,sie hätten ja Vermögen genug, um auch ohne Doctorcizu leben. Der Brönner aber blieb unerschütterlich und