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Vefele erwiederte: „Du kannsts eben dem Brönnernicht vergessen, daß er einmal Er zu Dir gesagt hat."Es wollte noch mehr hinzusetzen, aber es bedachte sich,denn es wollte den Wendel nicht beleidigen. Innerlichaber sagte es sich: „es ist doch gräßlich, wie dumm undhartnäckig so ein Bauer ist," und es freute sich, darüberhinausgekommen zu sein. — Trotz seiner Widerrede warWendel doch schon lange, ehe es tagte, mit dem Wägel-chen an der Straße, um den Brönner abzuholen.
Vefele und Brönner verlobten sich nun öffentlich miteinander, und die Leute sprachen allerlei davon, ja siesagten sogar heimlich, der Brönner habe dem Schloßbauereinen Trank gegeben, woran er gestorben sei, weil er dieHeirath mit seiner Tochter nicht habe zugeben wollen. —So schießen die Leute in ihren überklugen Vermuthungenmeist über das Ziel hinaus.
Die erste Veränderung, der sich nun Vefele unterwer-fen mußte, war eine sehr traurige. Der Brönner schickteihm eines Tages eine Näherin aus der Stadt und ließihm Kleider anmessen. Vefele kam sich vor wie ein Rekrut,der nicht mehr Herr über sich ist und sich in jede beliebigeUniform stecken lassen muß, weil ihn das Loos so getrof-fen; es ließ Alles ohne Widerrede aus sich machen. Alses nun am Sonntage darauf die neuen Kleider anziehenmußte, stand es weinend bei der Näherin in der Kammer,es nahm von jedem einzelnen Stückchen wehmüthig Ab-schied, es war ihm, als ob es seinem ganzen bisherigenLeben damit entsagte. Mit besonderer Wehmuth betrach-tete es den feinen Wiflingrock; seine Mutter hatte ihnihm gegeben, als es gesinnt wurde, es war darin zumersten Male zur Beichte und zu Gottes Tisch gegangen,und die Mutter hatte ihm gesagt, es solle einst damit zumTraualtäre gehen. Auch das.M'rbne Unannehmlichkeit derStadtkleider und bezeichnet schon das Herrenwesen, daßman sich damit nicht allein anziehen kann und Jemandzum Zuhaften braucht. Vefele schauderte immer zusammen,wenn die Näherin so an ihm herum bosselte. Die Haarewaren in einen Zopf geflochten und mit einem Kamme