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Eines Abends bat der Jörgli das Marannele — dasdie erste Vorsängerin in der Kirche war — das Lied vom„schwarzbraunen Mädichen" zn singen. Es begann ohnelanges Zandern, und der Jörgli begann die zweite Stimmemit so kräftigem Wohllaute, daß alle Anderen, die an-fangs mitgesungen hatten, nach einander stille wurden undden Beiden zuhörten, die so schön sangen. Marannele, dassich von den Gefährtinnen verlassen sah, sang anfangsmit zitternder Stimme und stieß die andern neben an, dochmit weiter zn singen; als ihm aber Niemand folgte, sanges keck weiter als könne es gar nicht aufhören, und eswar, als ob die Stimme Jörgli's es frei und fest cmpor-hielte wie gewaltige Arme. Sie sangen:
Morgens früh müssen wir marschirenWohl zum obern Thörle 'naus;
O du wunderschöns schwarzbrauns MädichenWohl zum obern Thörle 'naus.
Geh' ich 'naus auf fremde Straßen,
Schönster Schatz vergiß nicht mein;
Und wann du trinkst ein Gläslein WeineZur Gesundheit mein' und Deine,
Weil ich von Dir scheiden muß.
Jetzt lad' ich meine zwei Pistolen,
Thür vor Freuden einen Schuß,
Meinem Schätzelein zum Gefallen,
Weil es mich geliebet hat,
Vor allen meinen Feinden zum Verdruß.
Es sind zwei Sternlein am blauen Himmel,Glänzen Heller als der Mond;
Einer scheint anf's schwarzbrauns MädichenEiner scheint auf grünen Grunv.
Kauf ich ein Bündelein an meinen DegenUnd ein Sträußelein auf meinen Hut,