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Rochon’s Meinung, dafs ihre Gefchwindigkeit über100 Toifeu betrage, halte ich für ungegründet.Die Schnelligkeit des Windes bei Stürmen konnteman auch ohne Infirumente oft aus der Schnellig-keit, mit welcher der Schatten der Wolken auf derErde fortrückt, bellimmen; denn da die Wolken ho-rizontal fortziehen, fo ilt der Fortgang ihres Schat-tens auf einer horizontalen Ebene ihrer eigenenGefchwindigkeit gleich. Seltner möchte es mög-lich feyn, auf weitere Entfernungen den Zug einerWolke, zu verfolgen; doch fcheint am 7. Februar1817 das von Hamburg, über Alt-Brandenburg,nach Strehlen in Schlehen ziehende Gewitter einBeifpiel einer Wolke zu geben, deren Zug manverfolgen konnte; denn dieles Gewitter war um 5 ^Uhr in Hamburg, um 8 Uhr in Alt-Brandenburg,um n| Uhr in Strehlen; es hatte alfo die erlten3 o Meilen von Hamburg nach Alt-Brandenburg ini\ Stunden, die letzten 5 o Meilen von hier bisStrehlen in Stunden durchlaufen, alfo 12 bisi 4 Meilen in einer Stunde, das iß 70 bis 90 Fufsin 1 Secunde zurückgelegt. Diefe Rechnung iftindefs triiglich, denn da um S-| Uhr auch in Kö-nigsberg in der Neumark, welches nicht in dejngeraden Zuge von Hamburg über Alt-Brandenburgnach Strehlen liegt, ein Gewitter war, fomufste ent-weder die Wolkenmaffe ßch fehl- breit ausdehnen,oder es waren mehrere Gewitter vorhanden.
Beobachtungen über die Schnelligkeit der Wol-ken, könnten uns auch über die verfcliiedene Stärkeoder Richtung des Windes nahe an der Erde undin größerer Höhe belehren. Wie verfcliicdenwe’chfeind die Luftftröine in der Höhe ßnd, dar-über gibt befonders Sadler’s Befchreibungj feinerfehr gelungenen Luftfahrt von Irland nach Eng«