Druckschrift 
Beiträge zur Witterungskunde : mit 2 Kupfertaf. u. 7 illum. Witterungstab.
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

— 278 —

fo auffallend, dafs man es dem Monde zuzufehrei-

ben veranlaßt wäre.

Icli mufs demnach geffehen, dafs ich gar keineeinleuchtende Beitätigung der Einwirkung des Neu-moudes linde.

Vollmond. Ueber die Verinuthung, dafs die Aenderungder Temperatur am 18. Januar mit dem Vollmondezufammenliing, habe ich lchon früher etwas gefagt.Aber eine Aenderung der Witterung kann maunirgends nachweifen.

Auch am 1 7. Februar kann man dieeiutretendemildere Temperatur mit dem Eintritt des Voll-monds zufammen bringen; aber doch fcliwerlichmit Recht. In diefeu Tagen ift auch das Wetteretwas beffer als vorher; aber diefe Behauptung giltdoch nur mit grofser Eiufchränkung, indem imNorden die guten Tage vom 1 5 . bis 18. Februardauern, in Ofen dagegen erft am ig. u. 20. Febr.der Regen inne hält, und allenlalls nur in Ueutfch-land und Italien das etwas mehr aufgeheiterte Wet-ter mit dem Vollmond anfängt.

Der Vollmond am 18. März bringt wieder inden nördlichen Gegenden eine Milderung der Kälte;aber man wird wolü nicht ableugnen, dafs dieFrage ganz erlaubt ift, ob denn auch die Milderungder Kälte am 28. in Petersburg vom Monde her-rührte, an einem Tage, wo der Mond lieh in garkeiner merkwürdigen Stellung befand. Das Wetteränderte lieh hei diefein Vollmonde durchaus nicht;dagegen war am 16. eine felir merkliche Wetter-veränderung eingetreten, indem es in ganz Deulfch-land und Ilalien nach heftigem Regen heiter wurde;aber diefs war zwei Tage vor dem Vollmond, undfelbft diefe Aenderung war in den nördlichen Ge-genden fchou eher eingetreten.