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Faust : ein Gedicht
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Ein Strahlendiadem um sie zu flechten.

Je mehr nun Faust des Bildes FarbentrugZn wunderbarem Leben sieht erwärmen,

Je heftiger ergreift fein Herz der Zug,

Entzückt das süße Urbild zu umarmen.

Doch, wie auch flammt des Wunsches Leidenschaft,Die Ehrfurcht hält ihn fest in scheuer Haft.

O Frauenschönheit! Vieles ist zu preisenAn d.ir, in ewig nnerschöpften Weisen;

Das ist dein Schönstes: daß in deiner NäheAuch wilde Sünderherze» weicher schlagen,

Daß ein Gefühl sie faßt mit dunklem Wehe-Aus ihrer Unschuld längst verlornen Tagen.

Mag auch des Sünders Herz zur Lust entflamme»,Wenn er in deine Zaubersülle blickt,

Doch steht er auch dein Ewiges und schrickt'An dir, du Himmelsabgrund! scheu zusammen.