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Faust : ein Gedicht
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Der heute unvermerkt den AbendgangZu diesem See, zu diesem Kloster kehrte.

Nun stehn sie still und beide schweigen lang.Versenkt ist auch die Nacht in ernstes Schweigen,Man hört es, wenn im Klostergartcn sachtEin frühgewelktes Blatt entfällt den Zweigen,Wenn auf dem See ein Lüftchen halb erwacht.Seltsame Töne aus dem Schilfe dringen,

Und manchesmal das Schweigen unterbrechen;

Die Vögel dort von Wanderzügcn sprechenIm Traum und regen sehnsuchtsvoll die Schwingen.Zum See hinstarrend, hat sich Faust verlorenIn stummes Trauern, daß er ward geboren.

Mephistopheles.

Blick auf die Mauern dort, sind Altbekannte;

Vor ihnen ist dein schmachtend Lied erklungen,Woran die schöne Nonne heiß entbrannte.

Sie hast dn damals feurig übersprungen.