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zeigt, ob die Ligatur mit hinreichender Kraft auf den abzubindenden Theil M'irht,und wird diese Kraft nie weder zu stark, noch zu schwach sein. 5. Bemerkt man,ob und wie tief die Ligatur in den durch sie bewirkten Eilerspalt eingedrungenist. 6. Belästigt dieses Werkzeug den Kranken nicht, noch ist es unbequem fürden Wundarzt, zu handhaben, noch ist es bei der Anlegung des Verbandes, nochbei der Anwendung von Umschlägen hinderlich. 7* Ist dieses Instrument einfach,dauerhaft und wohlfeil. Er zeigte zugleich das Instrument vor, und äufserle, schongünstige Anwendung damit gemacht zu haben.
Hr. Dr. Leopold Mater aus Berlin spricht über modificirle Menschen-blattern nach 18jähriger Erfahrung. Die Vaccine schützt vollkommen gegen dieVariolae , und nur bei einem Übermaafs von Disposition zu Vanolae, bei nichtvollkommen geschehener Pockenimpfung, bei nicht gehöriger Empfänglichkeit fürdie Wirkung der Kuhpocken-Lymphe, oder wenn sonst die Umstände es begünsti-gen, entstehen Varioloiden. Impft man dem mit Kuhpocken - Lymphe Geimpftendie ächten Pocken ein, so bekommen sie die Varioloiden. Er fand nie die Vario-loiden bösartig; sie sind es nur bei schlechter Vaccine.
Herr Batka, Droguist aus Prag, trägt Einiges über die in Ostreichgebräuchlichen Arzneimittel vor. Die Cortex Alcornaque zeigt sich ohneWirkung, wird aber in Schlesien doch noch stark gebraucht. Die Tinctur desIthus mdicans, in Augenkrankheiten sehr heilsam. Liquamen jecoris aselli wirdwegen seines höchst widrigen Geschmacks nicht benutzt. Osmazom - Chocolade vielbenutzt (ist in Berlin vom Kaufmann Lampe zu beziehen, das Pfund zu 3 Francs).Ol. croton ist häufig verfälscht. Das schärfste Princip ist im schwarzen Pfeffer, inder Epidermis, enthalten, und ist deshalb das Piper album vorzuziehen. Secale cor-nutum ist noch nicht in Anwendung. Macassaröl soll sehr günstig bei Plica polo-nica und bei Scropheln wirken.
Herr Professor Dr. Reich aus Berlin liest aus seinem Werke: „Grundlageder Heilkunde, 1828,” Einiges über seine Behandlung des Wechselfiebersvor, wonach ihm schon seit 34 Jahren die antiphlogistische Methode, besondersYeneseclionen, bei diesem Fieber sehr gute Dienste leisten.
Herr Doctor und Veterinär-Arzt Hertwig aus Berlin theille seine inter-ressanten Beobachtungen über Hydrophobie mit, und zwar aus einer reichen Er-fahrung, indem in der Thier-Arzneiscliule jährlich 50 bis 70 tolle Hunde vorkamen.Eine Menge einzelner Symptome, die früher als wesentlich erschienen, fallen nachihm jetzt gänzlich weg, oder verlieren doch ihre Wichtigkeit. Kein toller Hund,kein tolles andres Thier ist wirklich wasserscheu, sie saufen sogar gern, aber nichtalle können das Wasser schlucken. Das Schäumen des Mundes kommt blofs beian der stillen Wuth leidenden Hunden vor, indem in dieser Gattung der Wuth