-Bei der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte, die im September 1827 inMünchen Statt fand, wurde Berlin zum Ort der Versammlung für das nächste Jahr be-stimmt und die Geschäftsführung den beiden Unterzeichneten übertragen. Sie wurdenvon diesen Bestimmungen durch ein amtliches Schreiben der Herren DÖllingerund von Mar tius, welche in München die Verhandlungen geleitet hatten, in Kennt-nifs gesetzt und aufgefordert, die Genehmigung Sr Majestät des Königs für die Ver-sammlung in Berlin zu erwirken. Se Excellenz der Königl. Geheime Staats-Minister,Minister der Geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten, Herr Freiherrvon Stein zum Altenstein, hatte auf die Bille der Unterzeichneten die Gewo-genheit, das Gesuch der deutschen Naturforscher bei Sr Majestät zu befürworten, undAllerhöchsldieselben geruhten mittelst Kabinels-Ordre vom 7 tcn Novbr. 1827 dasselbezu genehmigen, wovon den vorjährigen Beamten sofort Eröffnung gemacht ward.
Überzeugt von der Nothwendigkeit, dafseine, wahrscheinlich ungewöhnlich zahl-reiche Versammlung von Gelehrten, wenn sie eine sowohl der Würde der Wissen-schaft als der des Staates angemessene Gestaltung gewinnen solle, ungeachtet dermanchfachen örtlichen Schwierigkeiten ehen so sorgfältig vor allen Störungen und Be-schränkungen bewahrt, als mit den Bedingungen der gröfslmöglichen Ordnung ausge-rüstet sein müsse, waren die ernannten Geschäftsführer schon mit dein Anfänge desJahres darauf bedacht, Alles vorzubereiten und einzuleiten, was zur Erreichung dieserZwecke dienen konnte, und wenn ihnen dieses, wie sie zu grofser Genugthuung er-fahren haben, nachmals zu allseiliger Zufriedenheit gelungen ist, so verdanken siees hauptsächlich den frühzeitigen und wiederholten Besprechungen mit Staatsmännern,Gelehrlen und Privatpersonen, die solchen Absichten förderlich sein konnten und diees nicht verschmähten, sich mit den allgemeinen Ideen zur Anordnung einer für jedenGebildeten so anziehenden Zusammenkunft vertraut zu machen und dieselben durchihren erfahrenen Rath zu leiten, vor Allem aber den höchst wohlwollenden Gesin-nungen der Hohen Behörde, die den wissenschaftlichen Angelegenheiten vors lebt,und deren Chef, indem er einer Versammlung von Naturforschern seinen beson-deren Schutz angedeihen liefs, damit nur aufs Neue einer Wissenschaft huldigte, für
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