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haltenden Vorträge). Die Mitglieder haben in diesem Saal ihren gesonderten Raum miteignem Eingang (von der Seite der Hauptwache). Ihneu gegenüber sind Sitze für die auf-merksameren Zuhörer, die von der Seite der Dorotkeenstrafse gegen Vorzeigung der ausge-tlieilten Karten den Eintritt nehmen. Eine geräumige obere Halle bietet den übrigen Zuhörern,zumal denen, die nur flüchtig an der würdigen Versammlung sich erfreuen wollen, hin-reichenden Raum in völlig freiem Zutritt.
Die Karten der Mitglieder sind numerirt nach dem gedruckten Verzeichnifs (das auchdie Titel und Wohnungen angiebt), eben so sind die Sitzplätze mit Nummern bezeichnet.Es ist in Vorschlag gebracht worden, dafs jedes Mitglied in den ersten Versammlungen denPlatz einnehme, den seine Karte bezeichnet und den der Grundrifs des Saales auf der Rück-seite der Karte näher nachweiset, damit das gedruckte Verzeichnifs den Nomenclator abgebeund die Versammlung sich genauer bekannt werde.
Zu Anfang jeder Versammlung wird eine Anzeige von den in derselben vorkommendenVorträgen und ihrer Reihefolge gegeben, auch der Gegenstand jedes Vortrages unmittelbarvor demselben noch einmal vernehmlich angekündigt. Am Schlufs der Versammlung geschiehtdie Ankündigung der Vorträge für den folgenden Tag.
Zu ausführlicheren Miltheilungen von weniger allgemeinem Interesse, zumal unter Vor-zeigung von Präparaten und Instrumenten, sind an dem nachher näher zu bezeichnendengewöhnlichen Versammlungsort eigne Zimmer vorhanden, in welchen die Mitglieder vonbesonderen Fächern ihre Zusammenkünfte halten können.
Nach dem Schlufs der Verhandlungen begiebt sich die Gesellschaft zur Tafel; es sindWagen bereit, sic bequem und wohlfeil dahin zu fahren.
Der Raum zu der Mittagstafel ist von Sr Majestät in dem so eben neu erbauten grofsenExcrcirhause am Karlsplatze huldreich gewährt. Hier sind 20 Tische, jeder zu 24 Gedeckenbereitet, an jedem derselben hat eins der einheimischen Mitglieder (deren Namen ein eignerAnschlag nennt) seinen festen täglichen Platz, um die Bewirthung zu leiten. Jeder Tischhat seine eigne Bedienung, sein eignes Buflet, damit Alles schnell und gleichzeitig von Stattengehe. Die Wahl des Platzes bleibt jedem Mitgliede überlassen, damit durch zu weit getriebeneFürsorge Bekannte, die neben einander sitzen möchten, nicht getrennt werden. Die Gesell-schaft als solche hat täglich viele einheimische Personen zu Gästen. Die einzelnen hiesigenMitglieder dagegen sind unter einander überein gekommen, keine andre Gäste zu bewirthen,als die ohnehin zur Gesellschaft gehören.
An der Tafel erscheinen aufser den Frauen und Töchtern der auswärtigen Mitglieder,keine Damen. Es werden keine allgemeine Toasts ausgebracht, als vom Geschäftsführer allein.Bei günstigem Wetter wird der Kaffe in einem nahe gelegnen grofsen Garten eingenommenwerden, den der Besitzer dem Verein freundlich geöffnet hat.
Zu den oben erwähnten gesonderten Zusammenkünften von Mitgliedern gleichen Fachesist das erste Stockwerk im Hause Nr. 45. unter den Linden bestimmt, wo in mehrerenSälen und kleineren Zimmern nicht nur zu diesem Zweck Raum ist, sondern wo auch ausder im Erdgeschofs befindlichen Restauration jede Beköstigung zum Frühstück und Abend-essen, einzeln oder gemeinschaftlich, billig und gut geliefert wird.
Am Abend des ersten, nach den Statuten auf den 18 lcn September fallenden Versamm-lungstages, hat Herr A. von Humboldt als diesjähriger Geschäftsführer ein Fest im Con-ccrtsaale des Königl. Schauspielhauses veranstaltet, bei welchem den. Mitgliedern Gelegenheitgegeben wird, ausgezeichnete Personen der Residenz kennen zu lernen. Es wird von 6 bis9 Uhr Statt finden.
Am zweiten oder dritten Tage, je nachdem das Weiter sich günstig zeigt, wird dieGesellschaft nach der Mittagstafel gemeinschaftlich den Königl. botanischen Garten in Schön-